Ende einer Hängepartie

Uwe Eric Laufenberg übernimmt ab 2009 die Leitung der Kölner Oper – eine Herkulesaufgabe

Opernwelt - Logo

Kurz vor den Festtagen gab es eine gro­ße Eruption in und um Köln. Es sollen, so heißt es, Steine der Erleichterung gewesen sein, die die Kulturschaffenden der Stadt im Rhein versenkt haben. Die Kölner Oper hatte endlich ­einen neuen Intendanten beschert bekommen. Es ist – ein Kölner.
Was elegant im Ruckzuckverfahren erledigt werden sollte, entpuppte sich über Monate als ein medial aufmerksam verfolgter Hindernislauf. Nur gut, dass man in dieser Disziplin bereits Übung hat, rund um den Offenbachplatz.

Schon vor der letzten Intendantenkür gab es ein merkwürdiges Gezerre um eine bereits feststehende, dann wieder abservierte Kandidatin. Barbara Mundel sollte den Job einst machen, dann aber hatte sich der rege Oberbürgermeister der Sache angenommen und das Ganze gekippt. Operndirektor Christoph Dammann wurde bzw. blieb inthronisiert. Nicht für lange: Anfang des Jahres gab er bekannt, seinen Hut in Richtung Portugal zu ziehen. Unverzüglich machte sich der der Klüngelei noch unverdäch­tige Kulturdezernent Georg Quan­der auf die Suche nach einem Nachfolger. Gesuchtes Profil: Eierlegende Wollmilchsau – möglichst internationales Renommee, Magnet für prominente Sänger und Regisseure, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Magazin, Seite 25
von Christoph Vratz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Rolle des Lebens

Die Wiederkehr von Jacques Fromental Halévys «La Juive» auf die internationale Opernszene ist untrennbar mit dem Namen Neil Shicoff verbunden. Der amerika­nische Tenor hat den Eléazar erstmals 1999 in Wien gesungen und die Rolle des zwischen der Liebe zu seiner Ziehtochter Rachel und dem Hass auf die Christen zerrissenen Juden seither an vielen großen Opernbühnen...

«Ich bin ein Mezzo mit klangvoller Höhe»

Herr Jaroussky, Ihr neues Album ist eine Hommage an den Kas­traten Giovanni Carestini…
Ich weiß schon, was Sie denken. Jetzt, wo gerade Cecilia Bartolis Malibran-Album und Juan Diego Florez’ Rubini-CD he­rausgekommen sind, wirkt das, als wäre es bloß ein prätentiöser Vermarktungstrick für ein Recital. Aber das ist nicht so: Der Plan zu diesem Album hat mich die...

Zwei Ansichten

Mit der heroischen Komödie «Tancredi», die er 1813 für Venedig schrieb, hatte der erst einundzwanzigjährige Rossini, wohl ohne es zu wissen, die Opera ­seria für sein Jahrhundert neu entdeckt und definiert. Ein heiterer, Dur-bestimmter Grundton durchzieht das fast durchweg ernste und dramatische Geschehen, das auf ein Trauerspiel von Voltaire (1760) zurückgeht. Im...