Ende einer Hängepartie
Kurz vor den Festtagen gab es eine große Eruption in und um Köln. Es sollen, so heißt es, Steine der Erleichterung gewesen sein, die die Kulturschaffenden der Stadt im Rhein versenkt haben. Die Kölner Oper hatte endlich einen neuen Intendanten beschert bekommen. Es ist – ein Kölner.
Was elegant im Ruckzuckverfahren erledigt werden sollte, entpuppte sich über Monate als ein medial aufmerksam verfolgter Hindernislauf. Nur gut, dass man in dieser Disziplin bereits Übung hat, rund um den Offenbachplatz.
Schon vor der letzten Intendantenkür gab es ein merkwürdiges Gezerre um eine bereits feststehende, dann wieder abservierte Kandidatin. Barbara Mundel sollte den Job einst machen, dann aber hatte sich der rege Oberbürgermeister der Sache angenommen und das Ganze gekippt. Operndirektor Christoph Dammann wurde bzw. blieb inthronisiert. Nicht für lange: Anfang des Jahres gab er bekannt, seinen Hut in Richtung Portugal zu ziehen. Unverzüglich machte sich der der Klüngelei noch unverdächtige Kulturdezernent Georg Quander auf die Suche nach einem Nachfolger. Gesuchtes Profil: Eierlegende Wollmilchsau – möglichst internationales Renommee, Magnet für prominente Sänger und Regisseure, ...
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