Ein Theaterleben

Zum Tod des Intendanten Claus Leininger

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Über die Entscheidung der «Opernwelt»-Kritiker, für die vergangene Spielzeit das «Deutsche Stadttheater» zum «Opernhaus des Jahres» zu erheben, konnte er noch zufrieden und still lä­cheln.

Claus Leininger wusste, dass diese Wahl eines Tages so ausfallen würde: Als Intendant des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen von 1977 bis 1986 und danach des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden von 1986 bis 1994 hatte er hinreichend bewiesen, wie wichtig die Arbeit der kleinen und mittleren Theater und Musikbühnen in den kleineren und mittleren Städten sein kann: als künstlerisches Zentrum für eine kulturbewusste Bürgerschaft, von dem aber auch Impulse für die ganze deutsche Musik- und Theaterlandschaft ausgehen können.
Das Musiktheater im Revier avancierte unter Leininger zu einem der profiliertes­ten Opern-Theater-Häuser des Landes. Für die Sängerin Carla Henius, die «Muse Luigi Nonos», richtete er eigens eine «musik.theater.werkstatt» ein, die er dann inklusive Sängerin auch mit nach Wiesbaden nahm. Das Wiesbadener Dreispartenhaus gewann unter Leiningers Intendanz in kurzer Zeit ein erstaunlich modernes Profil. Der damals noch junge Regisseur Dietrich Hilsdorf stand, neben anderen, für ...

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Opernwelt April 2005
Rubrik: Magazin, Seite 23
von Gerhard Rohde

Vergriffen
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