Ein Plädoyer für Toleranz und Frieden

Die Moskauer Helikon-Oper zeigt die Urfassung von Alexander Borodins «Fürst Igor» und beweist damit viel Mut

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Moskau hat als Opernmetropole viel von seinem besonderen Flair eingebüßt. An den großen Häusern pflegt man die Tradition, die kleineren Bühnen schrecken davor zurück, politisch brisante Themen anzufassen – aus offensichtlicher Angst vor einem Staat, der seinen eigenen Angriffskrieg glorifiziert. Das einzige Juwel ist die 1990 vom Regisseur Dmitri Bertman ins Leben gerufene Helikon-Oper. Bertman ist ein furchtloser Theatermacher von magnetischer Ausstrahlung.

In der 36-jährigen Geschichte des Hauses, dessen Spielstätte seit 2006 der moderne Strawinsky-Saal mit seinen 900 Plätzen ist, gelang es ihm, die Helikon-Oper zu einem Ort für experimentierfreudige Kunst zu formen.

Heute umfasst der Spielplan das Kernrepertoire der russischen und italienischen Oper, flankiert von deutschsprachigen Werken (von Mozart bis Johann Strauß), französischen Piècen (Bizet, Offenbach und Poulenc) sowie hochaktuellen Zeitopern. Trotz einer schweren Erkrankung des Gründers, die es ihm unmöglich macht, selbst die Proben zu leiten, herrscht bei den Helikons ungebrochene Vitalität. Basierend auf Bertmans Konzepten entstanden Inszenierungen der Urfassung von «Madama Butterfly» und «The Rake’s Progress». Auch ...

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Opernwelt August 2026
Rubrik: Magazin, Seite 91
von Alexej Parin

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