Ein Friedensengel
Der GMD, unser Mann fürs Grobe? Zweieinhalb Jahre nach dem Antritt Donald Runnicles’ an der Deutschen Oper hat man den schottischen Dirigenten als zupackenden, abgestandene Stücke aufrüttelnden Matador und Motivator seines Hauses schätzen gelernt. Andererseits beginnt man sich (nicht erst) angesichts der jüngsten Berliner «Lohengrin»-Premiere vor dem leicht hemdsärmeligen Temperament des 58-Jährigen zu fürchten.
Ruppig, zäh und vom Klangbild her tranig dirigiert Runnicles das Vorspiel zum ersten Akt. Hier changiert nichts.
Es fehlt an transparentem Prickeln und Glitzern. Die Einsätze des fulminanten Chors wackeln. Zwischentöne werden von einer Neigung zu grobkörnigem Dramatisieren verschluckt. Alle Hoffnungen, die Runnicles zunächst weckte, drohen an seinem dickfelligen Musikantentum zu zerbrechen – auch wenn das Orchester trennschärfer klingt als früher. Und zwar nicht nur bei diesem «Lohengrin», sondern auch beim allzu jovialen «Candide», einer straussisch breitgezogenen «Jenufa», einem drögen «Don Carlo» und den verklausulierten «Troyens». Runnicles ernüchtert durch den Grad einer pauschalen Berauschungsstrategie.
Am Abend der Premiere hält ausschließlich (der wenige Tage vor der ...
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Opernwelt Juni 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 15
von Kai Luehrs-Kaiser
Der 1763 in Schwetzingen geborene Franz Danzi gehört zu den vielen zwischen Frühklassik und Frühromantik eingezwängten Komponisten, die sich der Einordnung in Epochen-Schubladen widersetzen. Nach Engagements in München und Stuttgart wirkte er von 1812 bis zu seinem Tod 1826 als Hofkapellmeister in Karlsruhe. Von seinem umfangreichen, alle Gattungen umfassenden...
ARTE
1./7./19./25.6. – 6.00 Uhr
13.6. – 6.10 Uhr
Klavierfestival La Roque d’Anthéron 2010.
English Chamber Orchestra, Stéphany Gonley. Nelson Freire, Klavier.
3.6. – 17.15 Uhr (3)
10.6. – 17.15 Uhr (4)
21.6. – 12.20 Uhr (4)
17.6. – 16.50 Uhr (5)
17.6. – 17.15 Uhr (6)
Besançon 2011 – Junge Dirigenten von morgen.
3. Jamie Phillips. 4. Stamatia Karampini. 5. Vincent Renaud. 6....
In Linz müsste man sein: Mit sarkastischem Seufzer setzte der große Helmut Qualtinger vor Jahren diese Schlusspointe zu einer himmlischen Parodie auf zwei Knattermimen aus der ehedem großdeutschen Provinz. Doch der Satz hat seine Süffisanz längst verloren. Vor allem zu dieser Zeit, denn während anderswo Theater barbarisch amputiert oder gar geschlossen werden, baut...
