Ein Albtraum

Seit einem halben Jahr ist das Brexit-Abkommen in Kraft. Die Folgen für Kulturschaffende sind eingeschränkte Mobilität, ein Dschungel aus Vorschriften, Papierkram ohne Ende. Immerhin prunkt das Festival in Glyndebourne mit zwei zauberhaften Regiearbeiten. Ein Rundblick

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«Das britische Volk hat gesprochen», proklamiert Atholl Swainston-Harrison in sphinxhaftem Ton. «Mit dem Ergebnis muss jetzt umgegangen werden.» China, Russland oder die USA: Als Chief Executive der International Artist Managers' Association (IAMA) hat er den Überblick über Arbeits- und Reisebedingungen auf der ganzen Welt. Wenn jemand die Folgen des Brexits für Kulturschaffende einigermaßen objektiv einordnen kann, dann ist er es. Und er lässt sich nicht lang bitten. «Unsere Branche lebt von Beweglichkeit. Der Brexit schränkt die Mobilität ein. So einfach ist das.

»

Allgemeines Chaos

Lucy Saunders, Senior Artist Manager bei Intermusica, hielt sich für sehr gut vorbereitet. «Trotzdem kämpfen wir uns seit Januar durch ein Dickicht von Ungereimtheiten. Es kommt immer wieder vor, dass der Veranstalter im EU-Ausland uns das eine sagt, die Botschaft das, der Visumsexperte etwas komplett anderes», so Saunders. «Uns bleibt dann nur die Option, auszuprobieren und auf die Gnade der Botschaften zu hoffen.» Wegen Corona reisten Künstler momentan zwar sehr viel weniger als üblich, erklärt sie, das habe allen in der Verwaltung Zeit verschafft. «Zugleich verschlimmert der Brexit die Verheerungen ...

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Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 12
von Wiebke Roloff Halsey

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