Editorial

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Eine gute, selbst eine gut ausgebildete Stimme macht noch keine Karriere. Heute weniger denn je. Wer auf dem globalen Klassikmarkt wahrgenommen werden will, muss eine Nase fürs Business, für Marketing und PR haben. Er muss bereit sein, sich als Produkt zu vermarkten und vermarkten zu lassen. Das Image, das visuelle Profil wird dabei zum entscheidenden Faktor: Zum Darling der Massenmedien avanciert nur, wer sich deren Regeln unterwirft.

Der «Star»-Rummel um Cecilia Bartoli, Elina Garança oder Anna Netrebko wäre undenkbar, wenn die Damen perfekt gestylte öffentliche Selbstdarstellung verweigerten. Über stimmliche Vorzüge, Bühnenpräsenz oder interpretatorisches Charisma sagen die elegant polierten Gesichter natürlich nichts aus. Nur: Wenn einem die Werbefotos überall entgegenlächeln, entsteht irgendwann ganz von selbst der Eindruck, dass es sich um die Besten der Besten handeln müsse. Viele Plattenläden machen auch gar keinen Versuch, gegenzusteuern: Genauso, wie einzelne Sänger von den Firmen ­herausgepickt und plötzlich zum Star gehypt werden, so finden sich ihre CDs, Poster und DVDs in den Sonderregalen. Suggeriert wird: Wer in Sachen PR andere schlägt, der schlägt sie auch in ...

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Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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Auf der Suche nach dem Unsagbaren

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