Editorial

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Rund um die Berliner Staatsoper war es längst schon ein offenes Geheimnis: Zwischen Intendant Peter Mussbach und dem Geschäftsführenden Direktor Georg Vierthaler läuft nichts mehr. Hier der sprunghafte Kunstvisionär und unorthodoxe Steuermann eines großen Operntankers, dort der kunstferne Finanzkommissar und beinharte Manager. Das war eine Konstellation, die Unter den Linden keine Funken schlug. Stattdessen Dauerclinch, sprachlos. Gipfel des Zerwürfnisses: Ein einmütiger Wirtschaftsplan für die nähere Zukunft konnte gar nicht erst verabschiedet werden.

Der freilich wäre wichtig gewesen, denn es geht um die Verwendung jener zehn zusätzlichen Millionen, die der Bund dem Land Berlin abgetrotzt hatte (als Gegenleistung für die Bereitstellung von 230 Millionen Euro für die Sanierung des maroden Knobelsdorff-Baus).
Trotzdem überraschte die Entscheidung der Berliner Opernstiftung (in der Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit sitzt), gleich beiden Streithähnen den Laufpass zu geben. Auf eine Verlängerung des 2010 auslaufenden Vertrags von Peter Mussbach hatte zwar niemand mehr ernstlich gesetzt – schon weil offenbar selbst Daniel Barenboim von den Querelen (und ...

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Opernwelt Mai 2008
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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