Dunkel getönt

Mozart: Die Zauberflöte am Théâtre des Champs-Elysées in Paris

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich etablierte Filmregisseure an der Gattung Oper messen – häufig allerdings mit wenig Fortune. Den jüngsten Versuch unternahm Cédric Klapisch, ein Regisseur und Drehbuchautor, der mit Komödien wie dem Zweiteiler «L’auberge espagnole» internationale Erfolge erzielt hatte. Am Théâtre des Champs-Elysées in Paris inszenierte er Mozarts «Zauberflöte».

Sein Konzept basiert auf der Ideenwelt Jean-Jacques Rousseaus und thematisiert grosso modo den Konflikt zwischen Natur und Kultur, verkörpert durch die Königin der Nacht und Sarastro.

Das Ergebnis weicht jedoch vor allem in visueller Hinsicht kaum von konventionellen Konzepten ab. Clémence Bezats sparsames Bühnenbild besteht im Wesentlichen aus zwei Kulissen; eine stellt einen Urwald dar (die Sphäre der Königin der Nacht), die andere eine Bibliothek (Sarastros Welt). Auch die fantasiereichen, mit einem Hauch französischer Haute Couture und japanischer Noblesse versehenen Kostüme von Stéphane Rolland und Pierre Martinez respektieren die Tradition.

Weit mehr als der Regisseur tritt an diesem Abend der brillante Drehbuchautor Klapisch hervor – als Verfasser der ins Französische übertragenen, mit geistreichen ...

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Opernwelt Januar 2024
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Stefano Nardelli

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