«Die Zdenka hat vieles verändert»
Hatten Sie die Rolle der Zdenka vor Salzburg überhaupt auf dem Radar?
Nein, gar nicht. Man ist ja als lyrische Sopranistin naturgemäß auf Mozart fokussiert, auf Susanna oder Pamina. Ich wurde zu einem Vorsingen bei Christian Thielemann in Dresden eingeladen, das war noch zu meiner Zeit im Münchner Opernstudio. Da ich nichts von Strauss im Repertoire hatte, er aber etwas von diesem Komponisten hören wollte, habe ich ein Strauss-Lied gesungen. Auf der Rückreise, noch am Flughafen in Dresden, bekam ich einen Anruf mit dem Salzburger «Arabella»-Angebot.
Ein Riesenglücksfall!
Auch weil nach der Premiere sofort andere Angebote kamen?
Genau. Ich durfte zwar schon Premieren an der Bayerischen Staatsoper singen, daneben viel Repertoire, aber die Osterfestspiele sind einfach eine andere Plattform. Und dass nun auch Angebote kommen, die weggehen vom rein lyrischen Fach, finde ich gar nicht so schlecht. Ich bin da zwar sehr vorsichtig. Trotzdem: Man sollte nicht stagnieren in seiner Entwicklung. Auf jeden Fall möchte ich vorerst in München bleiben, die Bayerische Staatsoper ist einfach meine Heimatbühne geworden.
Nach Ihrer Zeit im Münchner Opernstudio wurden Sie relativ schnell ins Ensemble ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 110
von Markus Thiel
Eigentlich wollte er kein Interview mehr geben. Aber dann hat Nicolai Gedda für uns eine Ausnahme gemacht. Vielleicht, weil er sich an die Begegnungen mit «Opernwelt»
erinnerte. An die vielen Treffen mit dem damaligen Chefredakteur Imre Fabian. An das Jahrbuch «Oper 1988», in dem die Gespräche dokumentiert sind. Zu dieser Zeit war der polyglotte, aus Schweden...
Ein musikalischer Triumph. Eine formidable Ensembleleistung. Eine Glanzleistung der Klangregie. Zum überwältigenden Erfolg der Münchner «Soldaten» haben viele beigetragen. Aber nicht nur mit Bernd Alois Zimmermanns beklemmenden (Simultan-)Szenen über Gewalt, Krieg und die «Kugelgestalt der Zeit» hat die Bayerische Staatsoper Zeichen gesetzt. Staunen machten nicht...
Noch keine dreißig Jahre war Kirill Petrenko alt, als er den «Ring des Nibelungen» zum ersten Mal dirigierte: 2001 in Meiningen. Der Erfolg war so groß, dass der in Omsk geborene, in Österreich ausgebildete Dirigent als GMD an die Komische Oper Berlin wechseln konnte. Fünf Jahre hat er dort gewirkt und ist bei der «Opernwelt»-Kritikerumfrage zweimal zum
«Dirigenten...
