Die Verdammten

Tschaikowskys «Eugen Onegin» – triumphal in Bonn, mäßig inspirierend in Düsseldorf

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Die berühmteste Passage in Tschaikowskys «Eugen Onegin» ist die große Briefszene der Tatjana im ersten Akt: Die schwärmerisch veranlagte, sich vor der russischen Langeweile in die Literatur flüchtende junge Frau ist jäh für den abgebrühten Großstädter Onegin entflammt und schreibt ihm nachts einen glühenden Brief, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht.

Das Aufwallen ihrer lodernden Gefühle, das Zaudern und Zweifeln und schließlich den sich selbst beschleunigenden Fluss ihres Schreibens hat der Komponist minutiös proto -kolliert, es ist seine vielleicht größte Opernszene überhaupt und ein Prüfstein für jeden Regisseur. Wer genau hinhört, sollte schlüssige Bilder finden für den inneren Sturm der Tatjana und ihren existenziellen Kampf um die richtigen Worte. Regisseur Vasily Barkhatov hat das in Bonn getan, ist förmlich hineingekrochen in Tschaikowskys Partitur. Daraus entsteht die pure Magie, denn Bar -khatovs Tatjana – die mädchenhaft wirkende Anna Princeva – bewegt sich derart frei von gestischen Klischees, als entstünde die Musik aus ihrer inneren Erregung und nicht, wie so häufig, umgekehrt. Die junge Liebende geht ruhelos umher mit ihrem Papier, setzt sich an den Flügel, schreibt, ...

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Opernwelt April 2024
Rubrik: Im Focus, Seite 28
von Regine Müller

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Spielpläne 4/24

ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung

DEUTSCHLAND

Aachen Theater Aachen
www.theateraachen.de 
- Bizet, Carmen: 3.
- Rossini, Il viaggio a Reims: 7., 13.
- Mozart, Zaïde (Fragment)/Czernowin, Adama: 27. (P) ML: Chung/Groß, I+B: Bar-zvi, K: Santos

Altenburg/Gera Theater Altenburg...

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