Der Weg ins Freie

Lieder von Alma Mahler, Korngold, Strauss und Zemlinsky

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Im Wien des malerischen Goldgrunds finden wir uns auf diesem Album, spüren das besondere Flair des Fin de Siècle von Klimt und Schiele, Schnitzler und Freud. Und auch jenes von Alma Mahler, jener Frau, die dieses Wien lebte wie kaum eine andere. Eine Hochbegabte, die aufgrund der damaligen fest verfügten Geschlechterordnung ihr musikalisches Talent zunächst kaum ausleben konnte, da ihr Mann ihr das Komponieren verbot. Worauf sie, vermutlich nicht ohne Ironie, in ihr Tagebuch schrieb: «Sich unterzuordnen – das Weib.

Zu herrschen – der Mann»; und Jahre später in «Mein Leben» die Erkenntnis vermerkte, die Gustav Mahler kurz vor seinem Tod ereilte: «Was habe ich getan! Deine Sachen sind ja gut!»

Mit den «Sachen» meinte er unter anderem jene Lieder, die zu veröffentlichen er ihr verboten hatte. Natürlich merkt man den Vokalkompositionen an, dass Alma bei Alexander von Zemlinsky studiert hatte. Vier davon, nach Texten von Richard Dehmel, setzt das Album «Seelenübervoll» an den Beginn. Wobei die Zeilen in «O zürne nicht, wenn mein Begehren/ dunkel aus seinen Grenzen bricht, / Soll es uns selber nicht verzehren, / muss es heraus ans Licht ...» im Lied «Ansturm» so etwas wie eine ...

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Opernwelt Juli 2023
Rubrik: CDs, DVDs und Bücher, Seite 33
von Gerhard Persché

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