Der Umschichter

Albrecht Puhlmann übernimmt die Mannheimer Opernsparte. Seine letzte Intendanz in Stuttgart endete 2011 nach einem Zerwürfnis mit dem damaligen GMD Manfred Honeck

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Herr Puhlmann, wollen Sie in Mannheim an Ihre nach fünf Jahren abrupt beendete Stuttgarter Mission anknüpfen?
Stuttgart bleibt für mich unvollendet. Nach dem Schock, den so ein Ende natürlich für die Biografie bedeutet, habe ich die ersten freien Jahre auch ­genossen. Doch der Wunsch war immer da, ein Opernhaus zu leiten. Und jetzt freue ich mich auf Mannheim. Mein Vorgänger Klaus-Peter Kehr ist ein großer Dramaturg, er hat das Haus sehr geprägt, das schien mir gut zu passen.

Was sind die Herausforderungen dieser doch ­besonderen kurpfälzischen Stadtgesellschaft?
Ich mache nun seit gut 30 Jahren Oper, und da stellt sich die Frage: Wie geht es weiter mit dieser Kunstform? Besonders in Mannheim, einer Stadt mit einer unglaublichen Musik- und Theatertradition seit dem 19. Jahrhundert. Aber es ist auch eine Arbeiterstadt, geprägt von Pop und Rock, mit einem hohen Migrationsanteil im Zentrum. Man muss über den Tellerrand gucken, sich etwa anderen musikalischen Stilrichtungen öffnen.

Schwebt Ihnen eine spezifische Mannheimer Dramaturgie vor, wird es besondere Arbeitsweisen geben?
Die Arbeitsweise ist bestimmt von dem Ensemblebetrieb. Es gibt 35 feste Sängerstellen und wenige Gäste. Das ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 101
von Götz Thieme

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