Der Mensch im Tier
Es ist ein heiteres Stück mit einem traurigen Ende, und ich selbst habe meinen Platz an diesem traurigen Ende.» So hat Leoš Janáček «Die Abenteuer der Füchsin Schlaukopf» – dies der originale Titel seiner 1924 in Brünn uraufgeführten Oper – charakterisiert, in der sich Tiere wie Menschen in einem ewigen Kreislauf von Leben und Tod, Werden und Vergehen begegnen. Die Menschen geraten schlafend, träumend oder betrunken in die Tierwelt, die Tiere selbst – ob Fuchs, Vogel oder Insekt – sind mal menschlich, mal wieder ganz Tier.
Der Regisseurin Magdalena Fuchsberger und ihrer phantasievollen Ausstatterin Dorothee Curio ist es in Münster auf gleichermaßen magische wie nachdenkliche Weise gelungen, diese Metamorphose von Spiel und Ernst, Zartheit und Gewalttätigkeit, Comic und Mysterium ohne Sentimentalisierung oder Verniedlichung zu zeigen.
Curio setzt Räume auf die unablässig kreisende Drehbühne, Natur- und Menschenwelt, Wald und Wohnung lösen einander in raschem Wechsel ab und gehen ineinander über. Zum hier bereits traurigen Beginn sehen wir, wie als Ärzte und Krankenschwestern verkleidete Tiere den an einem Trauma leidenden, vielleicht sogar sterbenden Förster umschwirren. Von einem ...
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Opernwelt Juni 2025
Rubrik: Panorama, Seite 56
von Uwe Schweikert
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Who cares about opera? Who cares about the arts? Who cares about music that is not in the charts? Wer interessiert sich für Oper? Für Kunst im Allgemeinen? Und für Musik, die eben nicht in den gängigen Charts auftaucht? Das sind Fragen, denen man sich ausgesetzt sieht, wenn man als 26-Jähriger nicht rappt, sondern ausgerechnet Opern komponiert. Und wie ich sie...
