Der Kontrakt des Oligarchen
Etwas ist anders als sonst. Nicht allein liegen die Rheintöchter dort drunten, auf dem Grund des ruhenden Flusses, sondern als Teil einer Art Jeunesse dorée, die sich müßig dem Tage entgegenräkelt, nicht wissend, welch Ungemach droht. Parallel zur Musik, die das einfühlsam beschreibt, umreißt Richard Lowes Choreografie dieser Szene die Morgenstimmung einer hedonistischen Menschenkinderversammlung mit augenfälliger Poesie. Doch kaum biegt die Musik ab in Richtung Abgrund, Konflikt, Bedrohung, gerät das pastorale Idyll in Gefahr.
Die Unruhe schwillt an wie das Wasser des Rheins, wie der Klang im Graben. Alberich naht.
Von Beginn an wohnt der Inszenierung von Kay Metzger im Landestheater Detmold (nach der gelungenen «Walküre» wird damit der zweite «Ring»-Abschnitt gegossen) ein Zauber inne, der, obschon er zur harschen Sozialkritik sich wendet, doch die aparte Seite der «Rheingold»-Geschichte und -Partitur nie aus dem Sinn verliert. Es besitzt Charme und Witz, wie Metzger seine Figuren dazu bringt, ihre Gedanken respektive Gefühle abseits des Mystisch-Mythischen ohne Schonung darzulegen. Das Göttliche erscheint hier nur als Zitat, zuweilen gar nur als Parodie. Auch die Idee, das ...
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