Der Augen trüb leuchtendes Paar

Der Duisburger «Ring» zeigt Konturen, einen diskografischen Mehrgewinn bedeutet er nicht

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Nun hat die Deutsche Oper am Rhein ihren «Ring» auch auf CD vollendet. Die überregional vielbeachtete, 2017 in Düsseldorf begonnene Inszenierung Dietrich Hilsdorfs kam unter Leitung von GMD Axel Kober in Düsseldorf mit den dortigen Symphonikern, in Duisburg mit den ortsansässigen Philharmonikern sowie in teilweise unterschiedlichen Besetzungen heraus. Dort sollte sie vor zwei Jahren auch als Audioversion aufgezeichnet werden.

Doch eine defekte Sprinkleranlage, die das Duisburger Theater unter Wasser setzte, zwang zur Notlösung einer konzertanten Wiedergabe in der benachbarten Mercatorhalle, was sich später in akustischer Hinsicht sogar als Vorteil erwies.

Schon beim «Rheingold» war die glückliche Balance von Orchester und Stimmen zu konstatieren (OW 11/20). Die Eindrücke vom Vorabend wurden in der Folge grosso modo bestätigt. Kober bemüht sich durchgehend um einen transparenten, gut gestaffelten Orchesterklang und lässt dabei, wo immer es geht, den Sängern, damit dem Drama den Vortritt. Das Ergebnis ist ein musikalisches Hörspiel, wie gemacht für den Konsum am heimischen Lautsprecher. Die orchestralen Höhepunkte kommen dabei nicht zu kurz: in der «Walküre» etwa Walkürenritt und ...

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Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 33
von Ekkehard Pluta

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