Den Normalfall gibt es nicht
Der menschliche Körper ist nicht grenzenlos belastbar. Eine Binsenweisheit. Wer es übertreibt oder dauerhaft gesundheitsschädlichen Einflüssenausgesetzt ist, handelt sich nichtselten chronische Beschwerden ein. Zu den von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannten Berufskrankheiten gehören durch Lärm verursachte Hörschäden. Ein Syndrom, das unter Orchestermusikern weit verbreitet ist. Dass Instrumentalisten die Ohren sausen oder Sängern die überlastete Stimme versagt, kommt leider häufig vor.
Hilfe verheißt ein «spartenübergreifendes» Fach, das Tonkunst und Heilkunst, künstlerische und organische Phänomene zusammendenkt: die Musikermedizin. Porträt einer jungen Disziplin
Wer sich beim Surfen in den unendlichen Internet-Welten deutscher Universitätskliniken verirrt, der stößt neben den Kernbereichen wie Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie oder Gynäkologie auf Exoten: Tauchmedizin, Tropenmedizin, Flugmedizin, Lasermedizin. Das sind kleine Institute mit Spezialisten, die in überschaubaren Bereichen hohe Kompetenz entwickelt haben. Sie gelten als lebendige Raritäten; viele kennen sie nicht, einigen sind sie nur vom Hörensagen bekannt. Seit Jahren hat sich ein neues, ebenfalls ...
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Sie ist nicht die einzige Künstlerin, die sich mit flammender Wehmut an die Zusammenarbeit mit Patrice Chéreau erinnert. Während der Proben zum legendären «Ring» auf dem Bayreuther Festspielhügel hat Hanna Schwarz den französischen Regisseur kennen- und sofort schätzen gelernt. Später, in der Pariser «Uraufführung» der komplettierten «Lulu» Alban Bergs, war sie...
Wie viel Antisemitismus steckt in den «Meistersingern»? Schwingen in der Figur Beckmessers die judenfeindlichen Reflexe Richard Wagners mit? War «die heil’ge deutsche Kunst», von Hans Sachs beschworen, als Kampfbegriff angelegt, oder wurde das Stück erst später nationalistisch vereinnahmt? Kann man, zumal nach dem Kniefall der Bayreuther Festspiele vor dem...
In der vergangenen Spielzeit machten diese neuen Stücke den stärksten Eindruck: Heinz Holligers «Lunea» nach Nikolaus Lenau in Zürich (die «Uraufführung des Jahres»), Aribert Reimanns «L’Invisible» nach Maurice Maeterlinck an der Deutschen Oper Berlin, Toshio Hosokawas «Erdbeben. Träume» nach Heinrich von Kleist in Stuttgart und Arnulf Herrmanns «Der Mieter» nach...
