Den Normalfall gibt es nicht
Der menschliche Körper ist nicht grenzenlos belastbar. Eine Binsenweisheit. Wer es übertreibt oder dauerhaft gesundheitsschädlichen Einflüssenausgesetzt ist, handelt sich nichtselten chronische Beschwerden ein. Zu den von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannten Berufskrankheiten gehören durch Lärm verursachte Hörschäden. Ein Syndrom, das unter Orchestermusikern weit verbreitet ist. Dass Instrumentalisten die Ohren sausen oder Sängern die überlastete Stimme versagt, kommt leider häufig vor.
Hilfe verheißt ein «spartenübergreifendes» Fach, das Tonkunst und Heilkunst, künstlerische und organische Phänomene zusammendenkt: die Musikermedizin. Porträt einer jungen Disziplin
Wer sich beim Surfen in den unendlichen Internet-Welten deutscher Universitätskliniken verirrt, der stößt neben den Kernbereichen wie Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie oder Gynäkologie auf Exoten: Tauchmedizin, Tropenmedizin, Flugmedizin, Lasermedizin. Das sind kleine Institute mit Spezialisten, die in überschaubaren Bereichen hohe Kompetenz entwickelt haben. Sie gelten als lebendige Raritäten; viele kennen sie nicht, einigen sind sie nur vom Hörensagen bekannt. Seit Jahren hat sich ein neues, ebenfalls ...
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«Es schadet nichts, auf einem Entenhof geboren zu sein, wenn man nur in einem Schwanenei gelegen hat!» Kaum ein geflügeltes Wort Andersens ist in Dänemark so häufig parodiert worden wie diese Stelle aus dem «Hässlichen jungen Entlein». Auch Rued Langgaard lädt dazu ein. Das Künstlerkind wuchs auf in Kopenhagens feinem Viertel Gammelholm – alles außerhalb dieser...
In der vergangenen Spielzeit machten diese neuen Stücke den stärksten Eindruck: Heinz Holligers «Lunea» nach Nikolaus Lenau in Zürich (die «Uraufführung des Jahres»), Aribert Reimanns «L’Invisible» nach Maurice Maeterlinck an der Deutschen Oper Berlin, Toshio Hosokawas «Erdbeben. Träume» nach Heinrich von Kleist in Stuttgart und Arnulf Herrmanns «Der Mieter» nach...
59. Jahrgang, Jahrbuch 2018
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