Das Glück finden
Die Katze hat sieben Leben. Asmik Grigorian hat deren drei. Eines als gefeierte Sängerin, eines als Mutter und eines als Ehefrau des russischen Regisseurs Vassily Barkhatov. Die litauische Sopranistin geht in allen drei Welten auf, ohne Wenn und Aber. In ihr paaren sich scharfer Verstand und ein Hang zur Sentimentalität.
Hier gibt sie Auskunft über Erfolge und Erwartungen, über das Unvorhersehbare, die Heimat, den Vater – und Mozart als Risikofaktor für junge Stimmen
Liebe Frau Grigorian, in zwei Stunden werden Sie auf der Bühne der Oper Frankfurt als Iolanta auftreten. Vor zwei Tagen haben Sie in Stockholm Madama Butterfly gesungen, gestern sind Sie für ein Konzert mit Opernarien nach Genf geflogen. Und jetzt geben Sie noch ein Interview. Sind Sie verrückt?
(lacht) Nein, Sie müssen sich keine Sorgen machen. Und die Iolanta ist ja zum Glück, was die Anforderungen betrifft, nicht vergleichbar mit der Butterfly. Das Einzige, was mich wirklich ermüdet, ist Reden. Aber ich will es versuchen.
Blicken wir noch einmal zurück in den Salzburger Sommer 2018. Da gab es am Ende der «Salome»-Premiere diesen berückenden Moment: Der Regisseur Romeo Castellucci ging vor Ihnen auf die Knie und ...
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Opernwelt Februar 2019
Rubrik: Interview, Seite 24
von Jürgen Otten
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JUBILARE
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Das Breitwandspektakel, das Herbert von Karajan 1966 als Regisseur und Dirigent in Salzburgs Großem Festspielhaus unter dem Titel «Carmen» präsentierte, wurde von der Kritik überwiegend negativ aufgenommen. Und das betraf nicht nur die szenische Seite. Der Vorwurf: Karajan habe Bizets opéra-comique zu einer Grand opéra aufgeblasen. Die Verfilmung dieser...
