Chez la Pompadour

Das Ensemble Les Surprises mit dem Prolog «Le Retour d’Astrée» und dem Ballett «Les Sybarites» von Rameau

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Sie war, das lässt sich auch aus der historischen Perspektive kaum anders sagen, eine durch und durch außergewöhnliche Erscheinung – eine Persönlichkeit. Vom lieben Gott gleichermaßen mit Klugheit wie Schönheit und Raffinement im Umgang mit dem herrschenden (männlichen) Personal auf Erden ausgestattet, entwickelte sie sich zu einer der führenden Politikerinnen Europas, obwohl sie das offiziell eigentlich gar nicht sein durfte. Doch der französische Monarch Louis XV.

hörte auf seine (offizielle) Mätresse Jeanne-Antoinette Poisson, verehelichte Le Normant d’Etioles, sei es in privaten wie staatlichen Geschäften. Kurzum: Das Wort der Marquise de Pompadour hatte für zwei Jahrzehnte erhebliches Gewicht in französischen Landen. Und ihre Wünsche, mochten sie noch so extravagant sein, wurden erfüllt.

Jean-Philippe Rameau profitierte davon, denn Madame Pompadour, wie sie noch heute im Volksmund heißt, hatte ein Faible nicht nur für die Philosophie und die Architektur, sondern eben auch für die schönen Künste, insbesondere für die Musik. Ihr fein ausgebildeter Geschmack auf diesem Gebiet ließ sie erspüren, dass Komponisten wie Rousseau und Mondonville durchaus begabt waren, dass aber ein ...

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Opernwelt März 2023
Rubrik: CDs, DVDs und Bücher, Seite 26
von Jan Verheyen

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