Chanson d'amour
Glückliches Frankreich! Dort kommen seit geraumer Zeit viele der großen Operettenaufnahmen der fünfziger und sechziger Jahre aus den Archiven des französischen Rundfunks als attraktive Doppel-CDs heraus – mit Stars wie Maurice Chevalier, Suzanne Lafaye oder Linda Dachary in den Hauptrollen und vertrieben durch Universal France. In jedem Booklet wird zudem Werbung für die «Académie Nationale de l’Opérette» gemacht, deren dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift hochinformative Artikel zu den jeweils neuen Werken enthält.
Man kann das Blatt per Fax (0033-1-45 73 95 91) oder E-Mail (anao@wanadoo.fr) bestellen. Das Ganze ist ein perfektes Joint Venture von Forschung, Radioanstalten, Label-Riesen und Marktführer FNAC, der die CD-Serie prominent in all seinen französischen Läden ausstellt. Wegen der bunten Cover fallen die Titel sofort ins Auge, und die ständig wachsende Zahl von neuen Aufnahmen scheint Beleg dafür, dass die alten Tondokumente viele Käufer finden.
Betrachtet man die Liste der mittlerweile weit über zwanzig Titel, so erblickt man einen Schatz, der von Klassikern bis zu Raritäten alles umfasst. Offenbach ist mit «La Grande Duchesse de Gérolstein» in einer mustergültigen ...
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Ein bisschen neblig ist es auf dem Parnass. Geiger und Holzbläser in seidenweißen Barockroben und gepuderten Perücken sitzen um eine lange Tafel. Himmlische Musik tönt aus ihren Instrumenten und knüpft einen akustischen Teppich für die schönste Frau der Welt. Cleopatra, strahlend blond, mit ebenso strahlend roten Lippen und tief ausgeschnittenem Paillettenkleid,...
Im Westen nichts Neues. Nach wie vor ungewiss bleibt die Zukunft des Saarbrücker Staatstheaters. Ungeachtet des massiven öffentlichen Protests besteht der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier auf der drastischen Reduktion des Theateretats um (fast) 25 Prozent (von derzeit 24,5 auf 18,5 Millionen Euro) bis 2009, die das Haus praktisch in die Knie zwingen...
Herr Pflegerl, der moderne Zubau des Klagenfurter Theaters sieht in abendlicher Beleuchtung aus wie das Heck des Traumschiffs, wenngleich Ihnen als Kapitän keineswegs nach Vergnügungsfahrt zumute sein dürfte.
Es ist knapp vor der Hafeneinfahrt. Nach dem letzten Coup unserer unnachahmlichen Kulturpolitik bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als mit dem...
