Chanson d'amour
Glückliches Frankreich! Dort kommen seit geraumer Zeit viele der großen Operettenaufnahmen der fünfziger und sechziger Jahre aus den Archiven des französischen Rundfunks als attraktive Doppel-CDs heraus – mit Stars wie Maurice Chevalier, Suzanne Lafaye oder Linda Dachary in den Hauptrollen und vertrieben durch Universal France. In jedem Booklet wird zudem Werbung für die «Académie Nationale de l’Opérette» gemacht, deren dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift hochinformative Artikel zu den jeweils neuen Werken enthält.
Man kann das Blatt per Fax (0033-1-45 73 95 91) oder E-Mail (anao@wanadoo.fr) bestellen. Das Ganze ist ein perfektes Joint Venture von Forschung, Radioanstalten, Label-Riesen und Marktführer FNAC, der die CD-Serie prominent in all seinen französischen Läden ausstellt. Wegen der bunten Cover fallen die Titel sofort ins Auge, und die ständig wachsende Zahl von neuen Aufnahmen scheint Beleg dafür, dass die alten Tondokumente viele Käufer finden.
Betrachtet man die Liste der mittlerweile weit über zwanzig Titel, so erblickt man einen Schatz, der von Klassikern bis zu Raritäten alles umfasst. Offenbach ist mit «La Grande Duchesse de Gérolstein» in einer mustergültigen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Merkwürdig – vielleicht beschreibt dieses abgenutzte Kompositum seine Aura am treffendsten. Die Vita und die Kunst eines Mannes, der im Puls seiner Heimat, der mährischen Provinz an der Grenze zur Slowakei, die Umrisse einer neuen Musik entdeckte. Merkwürdig im Wortsinn ist nicht nur das an schrulligen Wendungen reiche Leben des unsteten Einzelgängers, der oft Mühe...
Das Opernleben in Griechenland ist jenseits der Landesgrenzen fast so unbekannt wie der Name des griechischen Opernkomponisten Pavlos Carrer oder auch Paolo Carrer (eigentlich Carreris). Er zählt zu jenen Komponisten, an denen das Italien der Verdi-Zeit reich war. Kaum eine Enzyklopädie verzeichnet auch nur seinen Namen, obwohl Carrer immerhin sechs Opern...
«Ihre gedichte sind schön, und traurig, aber die idioten, selbst leute, die so tun, als ob sie ‹verstünden›, verstehen nicht.» Diese Zeilen, noch während der Tagung der Gruppe 47 Ende Oktober/Anfang November 1952 auf Burg Berlepsch geschrieben, markieren den Beginn der Freundschaft zweier damals gerade sechsundzwanzigjähriger Künstler, der Dichterin Ingeborg...
