Chanson d'amour
Glückliches Frankreich! Dort kommen seit geraumer Zeit viele der großen Operettenaufnahmen der fünfziger und sechziger Jahre aus den Archiven des französischen Rundfunks als attraktive Doppel-CDs heraus – mit Stars wie Maurice Chevalier, Suzanne Lafaye oder Linda Dachary in den Hauptrollen und vertrieben durch Universal France. In jedem Booklet wird zudem Werbung für die «Académie Nationale de l’Opérette» gemacht, deren dreimal jährlich erscheinende Zeitschrift hochinformative Artikel zu den jeweils neuen Werken enthält.
Man kann das Blatt per Fax (0033-1-45 73 95 91) oder E-Mail (anao@wanadoo.fr) bestellen. Das Ganze ist ein perfektes Joint Venture von Forschung, Radioanstalten, Label-Riesen und Marktführer FNAC, der die CD-Serie prominent in all seinen französischen Läden ausstellt. Wegen der bunten Cover fallen die Titel sofort ins Auge, und die ständig wachsende Zahl von neuen Aufnahmen scheint Beleg dafür, dass die alten Tondokumente viele Käufer finden.
Betrachtet man die Liste der mittlerweile weit über zwanzig Titel, so erblickt man einen Schatz, der von Klassikern bis zu Raritäten alles umfasst. Offenbach ist mit «La Grande Duchesse de Gérolstein» in einer mustergültigen ...
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In der jüngsten Frankfurter Version könnte Gounods schillernd melodiöses Spiel mit dem Fauststoff getrost «Margarethe» heißen. Denn Nina Stemme wurde schnell zum faszinierend suggestiven Zentrum dieser – nach Boitos «Mefistofele» – jüngsten Opern-Beschäftigung in der Geburtsstadt Goethes mit dessen zentraler Dichtung. Dabei war sie bei Andrew Richards den Avancen...
Über die Entscheidung der «Opernwelt»-Kritiker, für die vergangene Spielzeit das «Deutsche Stadttheater» zum «Opernhaus des Jahres» zu erheben, konnte er noch zufrieden und still lächeln. Claus Leininger wusste, dass diese Wahl eines Tages so ausfallen würde: Als Intendant des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen von 1977 bis 1986 und danach des Hessischen...
«Ihre gedichte sind schön, und traurig, aber die idioten, selbst leute, die so tun, als ob sie ‹verstünden›, verstehen nicht.» Diese Zeilen, noch während der Tagung der Gruppe 47 Ende Oktober/Anfang November 1952 auf Burg Berlepsch geschrieben, markieren den Beginn der Freundschaft zweier damals gerade sechsundzwanzigjähriger Künstler, der Dichterin Ingeborg...
