C’est l’amour!

Sabine Devieilhe triumphiert an der Pariser Opéra Comique als Titelfigur in Léo Delibes «Lakmé», feinsinnig begleitet von Raphaël Pichon und seinem Orchestre Pygmalion

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Im April 1883 wurde «Lakmé» in der Opéra Comique aus der Taufe gehoben. Mit seitdem über 1600 Aufführungen an der «kleinen» Pariser Musikbühne zählt Léo Delibes Dreiakter zu den meistgespielten «hauseigenen» Werken der geschichtsträchtigen Institution, nach «Carmen», «Manon», «Mignon» und «La Dame blanche» (aber vor «Werther», «Les contes d’Hoffmann» und «Pelléas et Mélisande»). Es hat immer etwas Besonderes, eine Oper an jenem Ort gegeben zu sehen, an dem sie uraufgeführt wurde (auch wenn die Opéra Comique nach einem Großbrand 1887 wiederaufgebaut wurde).

Doch «Lakmé» hat sich an ihrer Mutterbühne im letzten halben Jahrhundert rar gemacht: Seit 1969 gab es bloß drei Produktionen. Die jüngste dürfte in die Annalen nicht nur des Hauses, sondern der Aufführungsgeschichte eingehen: Dirigent, Orchester und Chor sind erstklassig, die Interpretin der Titelfigur ist ihren bekanntesten Vorgängerinnen ebenbürtig – mindestens! 

Besagte Vorgängerinnen könnte man auf einer Achse, die vom porzellanpüppchenhaften Koloratursopran mit durchdringenden, ja ätzenden Spitzen bis zum höhensicheren lyrischen Sopran mit vollerem Volumen und farbensatterer Mittellage reicht, wie folgt aufreihen: Mado ...

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Opernwelt 11 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Marc Zitzmann

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ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten UA = Uraufführung 

DEUTSCHLAND

Aachen Theater Aachen www.theateraachen.de 
- Mozart, Le nozze di Figaro: 6., 19., 26. 
- Blech, Alpenkönig und Menschenfeind: 12., 27.

Annaberg-Buchholz Winterstein-Theater www.winterstein-theater.de 
- Mozart, Die Zauberflöte: 6., 11., 9.,...

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