Budenzauber

Strauss: Der Rosenkavalier im Theatre La Monnaie Brüssel

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Einige der Bilder dieses Abends am Théâtre La Monnaie behaupten sich in einer Art von surrealem Selbstbewusstsein. Etwa die lebensgroße Kuh samt dazugehörigen Bilderbuchmägden – auf das sich Baron Ochs mit frischgemolkener Milch bekleckern kann. Oder die weißen, langsam aufsteigenden Luftballons, mit denen die Überreichung der Silberrose illustriert wird.

Die schwarzen Vögel mit ihren ausgebreiteten Schwingen, die im dritten Aufzug auch von einigen (dem Baron angedichteten) Kindern in die Höhe gehalten werden, um den Bräutigam auf Abwegen irrezumachen, gehören ebenso dazu wie der riesige Rabe, der den rosa Elefanten ersetzt. Ein ruhigeres optisches Leitmotiv ist der dauerhaft herabrieselnde Schnee. 

Damiano Michieletto (Regie), Paolo Fantin (Bühne) und Agostino Cavalca (Kostüme) haben sich für ihre Version des «Rosenkavaliers» einiges einfallen lassen. Dabei rücken sie den Fokus stärker als gewohnt auf die Feldmarschallin, eine verheiratete, attraktive Frau Anfang 30, die allseits respektiert ist, ihr Verhältnis mit dem halb so alten Vetter Octavian aber geheim halten muss. Hier ist es so, dass sie mehr unter dem Älterwerden und einem tristen Ehealltag leidet, als sich mit ...

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Opernwelt Januar 2023
Rubrik: Panorama, Seite 34
von Joachim Lange

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