Buch des Jahres

Sergio Morabito, «Opernarbeit» – und eine persönliche Empfehlung: Thomas Schmidts «Macht und Struktur im Theater»

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Erfahrungsraum Oper» lautet der Titel jenes unbedingt lesenswerten Buchs, das vor fünf Jahren im Verlag Metzler/Bärenreiter erschien und Essays, Aufsätze und Künstlerporträts des Dramaturgen, Publizisten und «Opernwelt»-Autoren Uwe Schweikert versammelt. Der Begriff des «Erfahrungsraums» ist klug gewählt. Einmal beschreibt er die disparate Vielheit der Wahrnehmungen, die diese Kunstform ermöglicht, zum anderen deutet er die Fülle der Kontexte an, die Oper in sich birgt, auf der Bühne, hinter der Bühne – und in den Köpfen derer, die sich vertieft mit ihr beschäftigen.

Sergio Morabito, einer der renommiertesten Dramaturgen (und Ko-Regisseure), die das Land hat, zählt wie Schweikert zu diesen intellektuellen Sinnsuchern, die ihre Leidenschaft für das Genre und den Locus amoenus (Musik-)Theater stets mit gedankenscharfen Kontextualisierungen verbunden haben. Es ist daher wenig verwunderlich, dass sein Buch mit dem schlicht-bescheidenen Titel «Opernarbeit» im selben Verlag erschienen ist. Mag die Stoßrichtung eine andere sein als bei dem Band «Erfahrungsraum Oper», so verhandelt Morabito im Kern doch sehr ähnliche ästhetische, philologische und philosophische Fragestellungen des ...

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Opernwelt Jahrbuch 2020
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 60
von Jürgen Otten

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