Bittersüßer Parmesan

Parma: Verdi: Un giorno di regno

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Die Uraufführung von Verdis zweiter Oper «Un giorno di regno» fand am 5. September 1840 an der Mailänder Scala statt. Es war zugleich die letzte Aufführung. Verdi führte den katastrophalen Misserfolg des Stücks teils auf die Musik, teils auf deren Darstellung zurück. Tief enttäuscht, wollte er das Komponieren ganz aufgeben. Zum Glück hat er es sich dann doch anders überlegt, aber es mussten 53 Jahre verstreichen, bevor er sich noch einmal an einen komischen Opernstoff wagte: «Falstaff».



Erst in den 1960er Jahren nahm sich die Musikwissenschaft das abgelegte Frühwerk wieder vor. Gewiss, es handelt sich um die Arbeit eines unerfahrenen Anfängers. Doch nicht wenige Passagen enthalten eine Mischung aus Rossini’schem Witz, Sentiment à la
Donizetti und genuin Verdi’scher Leidenschaft. Gleichwohl wird «Un giorno» bis heute nur alle Jubeljahre aufgeführt, selbst in Parma, der Geburtsstadt des Komponisten, wo man im Rahmen eines Festivals dem Publikum sonst jede Note vorsetzt, die Verdi je geschrieben hat. Zuletzt war das Stück dort 1997 zu sehen, mit Anna Caterina Antonacci, Cecilia Gasdia und Bruno Praticò. Pier Luigi Pizzi zeichnete damals für Regie, Bühne und Kostüme verantwortlich. Nun ...

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Opernwelt März 2010
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Carlo Vitali

Vergriffen
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