Bergsturz
Antoine ist düster. Ahnt der junge Mann etwas? Gemeinsam mit anderen Bauern und mit den Tieren ist er vom heimat -lichen Dorf zur Sömmerung auf die Alpe Derborence gestiegen. Bald legt er sich auf seinem Strohsack in der einfachen Hütte schlafen – da geschieht es: Es donnert ein Felssturz auf die Alpe herab und begräbt alles Lebendige unter Steinmassen. Ein Einziger überlebt: Es ist Antoine, der sich mit Geschick und Hartnäckigkeit aus seinem Verlies befreit und, wie weiland Siegfried, geleitet von einem Vögelchen ins Dorf hinuntereilt.
Dort wird er nicht eben freundlich empfangen; die Dorfgemeinschaft hält ihn für einen Wiedergänger. Thérèse aber, ihm frisch angetraut und in Erwartung, erkennt ihren Mann und folgt ihm in ein neues Leben, wo immer sich das abspiele.
Erzählt wurde diese Geschichte 1934 von dem viel zu wenig geschätzten Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz aus der französischen Schweiz. Kein Wunder, dass der sehr persönliche Roman Daniel Andres in Bann geschlagen hat. 1937 in Biel geboren und dort verwurzelt, ist Andres Komponist, überdies jedoch ein auf denkbar unterschiedlichen Ebenen aktiver Künstler. Neben dem Komponieren wirkt er als Dirigent und Organist; er ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Panorama, Seite 33
von Peter Hagmann
In Shakespeares Stücken steckt viel Musik, metaphorisch wie szenisch. Seine Sprache spielt oft auf Musik an. «Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, / spielt weiter! Gebt mir volles Maß! dass so / Die übersatte Lust erkrank und sterbe. – Die Weise noch einmal!», heißt es zu Beginn von «Was ihr wollt». Aber welche Weise da eigentlich von den Musikanten des Herzogs...
Der Tunnel am Ende des Lichts, das Schweben durch den Sterberaum, das Zusammentreffen mit bereits hinübergegangenen Verwandten: So kennt man das aus Berichten über Nahttoderlebnisse. Manches wird von der Hirnforschung sogar bestätigt. Nichts dergleichen passiert Tamino. Das sind andere Gestalten, die ihm begegnen. Ein Dämon, eine Mixtur aus Hahn, Mephisto und...
arte
02.12. – 00.20 Uhr
Claudio Monteverdi: «Marienvesper» im Dom zu Worms
Mit der Aufführung am 2. Mai 2024 gastierten die Schwetzinger Festspiele erstmals im rheinischen Kaiserdom St. Peter zu Worms. Das Ensemble La fonte musica, spezialisiert auf Musik des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance, interpretiert die «Marienvesper» (Vespro della Beata...
