Belcanto aus Bad Wildbad
Heute kommt Stefano Pavesi (1779-1850) in Opernführern nur noch als Fußnote vor, doch zu seiner Zeit war er ein viel gespielter Komponist. Sein dramma giocoso «Ser Marcantonio» erlebte nach der erfolgreichen Uraufführung im Herbst 1810 an der Mailänder Scala bereits in der ersten Spielzeit 54 Vorstellungen, in den folgenden 20 Jahren gab es über 50 verschiedene Produktionen an anderen Bühnen.
Danach geriet das Stück mehr und mehr in Vergessenheit, was wohl auch mit dem großen Erfolg von Gaetano Donizettis «Don Pasquale» zusammenhängt, der dasselbe Thema – ein alter Mann will eine junge Frau heiraten, um seinen Neffen zu enterben – dramaturgisch und musikalisch stringenter behandelt.
Im Libretto von Angelo Anelli gibt es neben dem Neffen (Medoro) noch eine Nichte (Dorina), verliebt in Tobia, den Bruder der falschen Braut (Bettina), der hier gleichzeitig die Funktion des Spielmachers hat (also Malatesta vorwegnimmt). Die Verdoppelung führt zu Weitschweifigkeiten, und das Happy End wird mehr als nötig hinausgezögert.
Pavesis Musik steht in der Tradition der Opera buffa Paisiellos und Cimarosas, erschöpft sich aber nicht im Formelhaften, sondern hat durchaus inspirierte Passagen. An ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 29
von Ekkehard Pluta
arte
2.8. – 5.10 Uhr
Max Emanuel Cencic
singt Vivaldi und Caldara. Il Pomo d’Oro, Riccardo Minasi.
4.8. – 12.25 Uhr (1)
21.8. – 6.00 Uhr (1)
11.8. – 12.30 Uhr (2)
23.8. – 6.00 Uhr (2)
18.8. – 12.30 Uhr (3)
22.8. – 6.00 Uhr (3)
25.8. – 12.40 Uhr (4)
Wagner versus Verdi.
Dokumentation. 1. Die Revolutionäre. Film von Pepe Pippig. 2. Verdis Welt. Film von Anna Schmidt. 3. Die...
erona kann sehr heiß sein. Nur zu gut erinnere ich mich an meinen ersten Besuch in der Arena: wir, ein Trüppchen opernbegeisterter Studienfreunde, unser Gefährt ein alter Golf, natürlich ohne Klimaanlage. Fast wäre die Fahrerin wegen der Hitze ohnmächtig geworden, aber wir schafften es bis in die Stadt, drängelten uns mit den Tagesausflüglern vom Gardasee vor dem...
Die CD eingelegt, den Startknopf gedrückt, und schon können wir sie vor uns sehen, die Runde unternehmungsfroher Sänger, ums Fortepiano geschart zur Schubertiade. Wir meinen zwischen den Titeln das Rascheln von Notenblättern zu ahnen, Gelächter, Geplauder. Sei’s in einer Wiener Wohnung, oder eben im Berliner Teldex Studio. Keine Frage: Atmosphärisch ist sie, diese...
