Grüße vom Gänsemarkt

Das Boston Early Music Festival bringt Händels Opernerstling «Almira» auf die Bühne

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Mit einer Neuinszenierung von Händels «Almira, Königin von Castilien» schrieb das 1980 gegründete, alle zwei Jahre stattfindende Boston Early Music Festival im Juni die Tradition fort, wenig bekannte Barockopern im Licht aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis vorzustellen. Die erste Oper des Komponisten, 1705 am Hamburger Gänsemarkt Theater uraufgeführt, war in den Vereinigten Staaten auf der Bühne quasi nie zu sehen, von einer halbszenischen Aufführung im Foyer eines New Yorker Hotels 2012 einmal abgesehen.

Überhaupt setzte das Festival unter dem Motto «Youth, Genius and Folly» einmal mehr auf Raritäten. Neben der Wiederaufnahme eines Charpentier-Abends mit der Pastorale «La Couronne de fleurs» und der unvollendeten Kammeroper «La Descente d’Or­phée aux enfers» in einer halbszenischen Arbeit von Gilbert Blin, Regisseur-in-Residence, die Charpentiers Position im Schatten Lullys thematisiert, standen Auftritte und ein Meisterkurs von und mit Emma Kirkby sowie ein Kammermusikabend, dessen Attraktion eine von Mozart gespielte Geige und Bratsche aus dem Salzburger Mozarteum waren – auch dies eine amerikanische Premiere.

Was «Almira» betrifft, so hatte ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Rebecca Schmid

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