Bearbeitungen und Entdeckungen
Der Würzburger Komponist und Hochschullehrer Marcus Maria Reißenberger ist hauptsächlich mit Bearbeitungen hervorgetreten, geht dabei aber den umgekehrten Weg wie Liszt und Busoni, die meist größer besetzte Werke fürs Klavier transkribierten. Jetzt hat Reißenberger Lieder Schumanns und Klavierminiaturen aus dessen «Waldszenen» für ein kleines Ensemble aus zehn Musikern arrangiert, das Ganze zu einem Zyklus zusammengebunden und diesen durch eine mit Versen Eichendorffs textierte Version von «Der Dichter spricht», dem Schlussstück der «Kinderszenen», abgerundet.
Ziel seiner Transformation war es, die Lebendigkeit von Schumanns originalem Klaviersatz zu erhalten, ihn gleichzeitig aber mit einer instrumentalen Farbenpalette zu übertreffen. Das konnte nur schiefgehen – sei es durch die Hervorhebung einzelner Stimmen, einen mulmigen Breitklang oder ein kitschig wattiertes Bassfundament wie in der «Mondnacht». Reißenberger beruft sich auf Schönberg. Aber wenn Schönberg arrangiert, dann will er entweder (wie in seiner Orchesterversion von Brahms‘ Klavierquartett g-Moll) Stimmen hörbar machen, die sonst untergehen, oder er verfolgt (wie in den zahlreichen Bearbeitungen für den «Verein für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wenn das Leben zuschlägt, hat die Musik ihre Chance. Sie lotet in all die Abgründe hinab, die in uns lauern. Sie zeigt Höhenflüge und Hölle der Seelen. Ihre Pianissimo-Passagen sind lauter als jeder Schrei, ihre Akkordwechsel bohrender als jede Depression, ihr Jubel ist nachhaltiger als jede Erleichterung. So etwa bei Carl Maria von Webers «Freischütz», bei...
Fangen wir an mit den Farben. Mit dem Rot, Gelb und Blau, dem Weiß, Schwarz und Grau der bühnengroßen Prospekte, die hinten auf- und niederfahren. Unentwegt verändern die riesigen Leinwände ihre Anmutung, in sanft fließender Bewegung. Strahlen wie die Sonne, glühen wie Höllenfeuer, werden dunkel wie die Nacht, grünen wie der Frühling. Metamorphosen des Lichts, die...
ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Chen Reiss, Benyamin Nuss, Teresa Zimmermann und Maximilian Hornung.
2./8.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Nino Machaidze, Eva-Nina Kozmus, Vilde Frang und dem Orlowsky Trio.
4.3. – 18.30 Uhr
9./...
