Bauhaus adé
Mit zwei Alleinstellungsmerkmalen wollte Dessaus scheidender Intendant André Bücker seinen «Ring» unverwechselbar machen: Zum einen ließ er Raum und Kostüme im Stil von Oskar Schlemmers Bauhausbühne gestalten; zum anderen erzählte er die Story rückwärts, die «Götterdämmerung» stand also am Anfang (Premiere war im Mai 2012). Das ist die Reihenfolge, in der Wagner die Handlung entwickelte, um die Vorgeschichte zu «Siegfrieds Tod», dem Ausgangspunkt des Zyklus (und Kern der späteren «Götterdämmerung») nachzureichen. Interessante Idee.
Ein Ring hat keinen Anfang und kein Ende, warum also nicht mal so? In der Praxis hat sie freilich nicht recht funktioniert, viel blieb zunächst im Dunklen, weil wichtige Informationen zum Verständnis des Geschehens und der Figuren fehlten. Sollte «Das Rheingold» zum Abschluss Antwort auf alle offenen Fragen geben?
Leider nein. Für sich genommen hat die letzte Premiere des Dessauer «Rings» durchaus ihre Reize. Als Schlussstein der Tetralogie indes stiftet sie eher noch mehr Verwirrung. Das fängt damit an, dass die Bauhaus-Ästhetik immer mehr zurückgenommen wurde. Der verdrehte Würfel, der uns als Walkürefelsen begegnete, ist zwar auch hier zu sehen, jetzt ...
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Opernwelt März 2015
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Udo Badelt
Toffee in moderation is a capital thing», sagt der Duke of Dunstable in Gilbert und Sullivans Präraffaeliten-Parodie «Patience». Naschwerk in Maßen ist großartig, aber zum Frühstück, zum Dinner, zum Tee? Nicht auszuhalten. Doch genau das serviert uns Rolando Villazón als Regisseur von Gaetano Donizettis «Le convenienze ed inconvenienze teatrali» (1827), hierzulande...
Herr Kmentt, Sie haben unzählige Schallplatten gemacht, waren aber zugleich eine echte Wiener Ensemblepflanze. War der Schutzraum der Wiener Staatsoper mitverantwortlich für die Dauer Ihrer über 40-jährigen Karriere?
Nein, ich glaube nicht. Jeder muss mit seinen eigenen Problemen kämpfen, ob innerhalb oder außerhalb eines Ensembles. Ich erhielt gleich zu Anfang...
Geschlossen wurde der Pakt, als es auf der Krim noch ruhig war. Als sich die Künstler im politikfreien Raum aalen durften und nicht – ob Gergiev oder Netrebko – mit der einen Frage konfrontiert wurden: Wie hältst du’s mit dem neuen Zar? Auch das ist also eine ungewohnte Rolle fürs Theater Regensburg. Nicht nur Schauplatz sein für eine spektakuläre Uraufführung,...
