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Ingo Metzmachers zweite Saison als Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen

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Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss sich eben der Prophet bewegen. Ingo Metzmacher beherzigt das auch in seiner zweiten Saison als Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen. Weil in den Anfangsjahren des Festivals unter Elisabeth Schweeger zu wenige Neugierige den Weg in Hannovers Barockgarten und dessen Spielstätten gefunden hatten, geht Metzmacher zurück in die Stadt.

Das diesjährige Kunstfest eröffnete er mit Mark-Anthony Turnages Jazz-Rock-Avantgarde-Klassiker «Blood on the Floor» im Kulturzentrum Pavillon, wo für gewöhnlich Weltmusik, Kabarett und Liedermacher zu erleben sind. Und er beendet die Kunstfestspiele mit einem organisatorischen Geniestreich: Heiner Goebbels’ «Surrogate Cities» entstehen in der großen Anlieferungshalle des VW-Werks für Nutzfahrzeuge im Norden der Stadt. Dort entfalten die stampfenden Rhythmen des Stücks ihre ganz eigene Kraft. Der Sound faucht, während an der Seite ein Güterzug rein- und rausrollt.

Der Intendant dirigiert beide Werke selbst. Dass sie nicht aus jüngster Produktion stammen, ist verzeihlich: Hier sind sie auch rund zwei Jahrzehnte nach der Uraufführung noch neu. So bringt der gebürtige Hannoveraner mit der internationalen ...

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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Rainer Wagner

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