Barenboims Jüngstes
I n der Nacht zum 10. November ist der Bundeskulturetat um stolze 100 Millionen Euro gewachsen, acht Prozent, das ist kein bloßer Inflationsausgleich. Kulturstaatsminister Bernd Neumann nennt seinen achten Erfolg in Serie einen «Glückstag für die Kultur». Kulturförderung sei eben «keine Subvention, sondern eine unverzichtbare Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft». Ein erfreuliches Signal angesichts der dramatischen Kürzungen in den Nachbarländern. Erfreulich nicht zuletzt für die Hauptstadt: Hier bleibt ein gutes Drittel der Mittel.
Und gleich in der ersten Reihe steht Daniel Barenboim, berühmt-berüchtigt für sein Geschick beim Geldeinstreichen (ein Orchester so gut auszustatten wie die Staatskapelle Berlin, muss man erst mal schaffen): 20 Millionen Euro fließen in den nächsten vier Jahren für die Barenboim-Said-Akademie; mehr hat Neumann nur für ein neues Denkmalschutzprogramm verplant.
Die Berliner Staatsoper gibt dafür gern das ehemalige Magazin her, das ohnehin für die Sanierung des Theaters zuständige Architekturbüro HG Merz gestaltet alles bis auf den eigenen Konzertsaal: Für den legen sich der Architekt Frank O. Gehry und der Akustiker Yasuhisa Toyota ins Zeug, ...
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Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Wiebke Roloff
Andrea Breth mit La Traviata
Es kommt nicht oft vor, dass Andrea Breth Opern inszeniert. Und wenn, dann muss das gesamte Umfeld stimmen. In Brüssel hat sie diesbezüglich bei Katja Kabanova gute Erfahrungen gemacht. Nun bringt sie dort Verdis La traviata heraus. Ein Stück nach Wunsch.
Franz Josef Selig
ist ganz ohne Frage einer der führenden Bassisten unserer Zeit....
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Mr. Britten (gestatten Sie mir diese prosaische Anrede), noch kurz vor Ihrem Tod im Dezember 1976 hat man Sie zum Baron erhoben. Wie fanden Sie das?
Ich bin noch heute ein unverbesserlicher Sozialist. Der Titel hat meinen Ansichten über den ungerechten Zustand unserer Welt keinen Abbruch getan. Ansonsten hat es mich geärgert, dass mich Prinz Philip schon zehn...
