Barberina tanzt

Graun: Adriano in Siria bei den Musikfestspielen Potsdam

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Die Liebe hat viele tausend Farben – das gilt auch für Carl Heinrich Grauns Musik zur Oper «Adriano in Siria». Der Hofkapellmeister Friedrichs II. vertonte ein Libretto von Pietro Metastasio wie Dutzende vor und nach ihm. Rund 70 Versionen des Stoffes sind überliefert, die bekanntesten stammen von Johann Adolph Hasse und Giuseppe Scarlatti. Graun schwelgt in langen, sehr langen Arien, geschrieben für drei Countertenöre, zwei Sopranistinnen und einen Haute-Contre.

Koloraturen, Spitzentöne, sorgsam gedrechselte Klangornamente und Arien, die sich raffiniert zu Duetten verweben: Die Kunst Grauns befindet sich ganz auf der Höhe seiner Zeit. Die Uraufführung des Stücks war 1746 in Berlin.

Dorothee Oberlinger, Blockflötistin, Dirigentin und Intendantin der Potsdamer Musikfestspiele, hat nun «Adriano in Siria» im Schlosstheater des Neuen Palais aufgeführt – ähnlich wie in den Vorjahren des Festivals als Wiederentdeckung eines barocken Stücks mit Bezug zur Region Berlin/Brandenburg. Neu ist in diesem Jahr allerdings, dass es sich um eine Opera seria handelt, nachdem es unter Oberlinger eine Reihe von sehr gelungenen Buffa-Inszenierungen gab. Metastasios Libretto kreist um die Figur des ...

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Opernwelt August 2024
Rubrik: Panorama, Seite 55
von Udo Badelt

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