Ausgezeichnet

Opernwelt - Logo

Sieben Stücke für das Musiktheater hat er geschrieben, darunter ein Werk über «Gilgamesch», das älteste Epos der Literaturgeschichte, und eine Reflexion über den Orpheus-Mythos: «Der unendliche Gesang». Das Unabschließbare, Uneinholbare, Ungeordnete ist überhaupt der mentale Ausgangs- und Angelpunkt des Komponisten, dem das Kuratorium der Ernst von Siemens Musikstiftung den mit 250 000 Euro dotierten Hauptpreis 2016 zusprach: PER NØRGÅRD.

Jedenfalls spricht der 1935 in Kopenhagen geborene Däne von «infinity series», dem Prinzip der unendlichen Reihe, wenn er seine Technik beschreibt. Acht Sinfonien, etliche Konzerte, viel Kammermusik hat Nørgård seit den frühen 50er-Jahren geschrieben. In seinem Heimatland gilt er als der originellste Klangschöpfer nach Carl Nielsen. Insgesamt vergibt die Stiftung in diesem Jahr mehr als 3,2 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern – für rund 150 Musikprojekte weltweit.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Albrecht Thiemann

Weitere Beiträge
TV-Klassiktipps

ARD-ALPHA

11.3. – 19.30 Uhr
14.3. – 16.00 Uhr
KlickKlack.

Musikmagazin.

13.3. – 11.00 Uhr
Vom Klang der Sterne.

Porträt des Komponisten Wilfried Hiller.

20.3. – 11.00 Uhr
Faszinierende Frauen – faszinierende Stimmen.

Film von Eckhart Schmidt. Mit Christa Ludwig, Waltraud Meier, Diana Damrau, Angela Denoke, Renée Fleming, Anna Netrebko.

25.3. – 11.00 Uhr
Bach:...

Eingeschränkte Sicht

Eigentlich ist diese DVD nicht rezensierbar. Denn der für die Bildregie verantwortliche Tiziano Manchini und sein Team haben die Aufführung des Dresdner «Freischütz» nicht in den Griff bekommen. Genauer: Sie sind an ihrem Dunkel gescheitert. Von der Wolfsschlucht sieht man so gut wie gar nichts, auch die anderen Szenen versacken. Zudem war die Kameraaufstellung...

Schuld und Ranküne

Wo auch immer in den letzten Jahren der einst von der Zensur behinderte, von Verdi verschiedentlich umgearbeitete, vom Opernbetrieb lange vergessene «Stiffelio» auftauchte, erregte er Erstaunen und Bewunderung. Die 1850 in Triest uraufgeführte Oper brilliert nicht mit exotischen oder spektakulären Schauplätzen. Auch nicht, wie «Macbeth», mit einem berühmten Sujet....