Aus Fleisch und Blut
«Meine Erfahrung mit ‹Fidelio› ist eine ganz einfache: Ich bin als Zuschauer immer eingeschlafen, wenn ich diese Oper gesehen habe. Deshalb habe ich mich gefragt: Schaffst du eine Inszenierung, bei der das Publikum nicht einschläft? […]. Es ist eine wunderbare Oper, aber sehr statisch. Bewegung zu schaffen war die Herausforderung.» So formulierte Manfred Schweigkofler, seit 2001 alleiniger Manager des Bozner Stadtheaters, den Grundgedanken seiner Inszenierung.
Geleitet von Feinfühligkeit und dramaturgischem Einfallsreichtum, gelang Schweigkofler eine sensible Gratwanderung zwischen Buchstabentreue und Dekonstruktion, deren Ergebnis ein durch und durch frischer «Fidelio» war. Schweigkoflers Wurzeln liegen im Low-Budget-Bereich des experimentellen, «alternativen» Sprechtheaters, weswegen der Südtiroler Theatermann daran gewöhnt ist, eher mit Menschen aus Fleisch und Blut als mit exaltiertem Ausstattungspomp zu arbeiten. Er ist sichtlich vertraut mit dem Purismus eines Brecht, Eugenio Barba oder einer Pina Bausch, lässt jedoch auch den Commedia dell’Arte-Esprit eines Giorgio Strehler nicht zu kurz kommen.
Konzentrische Ringe strukturieren das Bühnengeschehen. Die multifunktionale ...
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Ein paar Tage vor dem Probenbeginn in München war sie spazieren. Unweit von Zürich, in der Nähe ihres Hauses, wo sie noch einmal den Kopf freibekommen wollte für die nächsten Wochen. Da durchfuhr sie ein merkwürdiges, ein überraschendes Gefühl: «Was ist denn das?», habe sie sich gedacht. «Auf einmal freue ich mich richtig auf die ‹Traviata›.» Und irgendwie, so...
ARD
13.3. – 16.00 Uhr
Hochleistungssport Operngesang.
Film von Thomas Voigt und Wolfgang Wunderlich. Mit Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Piotr Beczala, Daniel Behle, Christa Ludwig, Edda Moser, Jürgen Kesting u. a.
ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
Fauré: Requiem.
La Chambre philharmonique, Les éléments, Emmanuel Krivine. Solisten: Sophie Karthäuser und Thomas Bauer.
2./8./14.3. – 6.00...
Mit großem Interesse habe ich im Programmheft zu dieser «Antigona» gelesen, dass nicht Gluck, sondern Tommaso Traetta der eigentliche Reformator der italienischen Barockoper war, und dass ohne seine Pionierleistung Mozart nie einen «Idomeneo» hätte schreiben können. Die Bekanntschaft mit dem Werk selbst hat mich dann allerdings etwas ratlos zurückgelassen, denn je...
