Aus dem Elysium
Monteverdi, Cavalli, Vivaldi, Galuppi, Goldoni – sie alle haben in der Serenissima gelebt und ihre Meisterwerke geschaffen. Kaum eine Stadt kann sich einer solchen Vielzahl von großen Namen der Musik- und Theaterwelt des Barock rühmen wie Venedig. Das Teatro «La Fenice» ist sich dieses außergewöhnlichen Erbes bewusst: In der letzten Saison gab es zum dreihundertsten Geburtstag von Galuppi die griechische Wettkampfoper «L‘Olimpiade», hervorragend interpretiert vom Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon.
Und trotz typisch italienischer Abonnenten, die in ihrem Opernhaus am liebsten ad nauseam das gängige Belcanto-Repertoire erleben wollen, stand außerdem eine überzeugende Wiederbelebung von Francesco Cavallis «Didone» mit Fabio Biondis «Europa Galante» auf dem Programm.
Der dreihundertste Geburtstag des venezianischen Komödien- und Librettodichters Goldoni war nun Anlass für einen Auftrag des «Fenice» an den vielseitigen Mailänder Komponisten Luca Mosca, einen Schüler Salvatore Sciarrinos, der mit «Signor Goldoni» seine siebte Oper vorlegte.
Fürs Libretto zeichnet Gianluigi Melega verantwortlich. Im Programmheft erklärt er, warum er seinen Text über einen italienischen ...
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