Auftritt Quantenphysik

Ein bisschen überfrachtet: Die Bayerische Theaterakademie verknüpft Nino Rotas «I due timidi» mit Milhauds «Le pauvre matelot»

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Kniffel», von manchen auch «Yahtzee» genannt, ist ein äußerst beliebtes Würfelspiel. Der Fünferpasch ist hier Trumpf und gibt die größte Punktzahl. Beliebt ist auch die «Große Straße», da müssen alle Würfel aufeinander folgende Zahlen zeigen. Wer regelmäßig kniffelt, wird sich immer wieder aufs Neue wundern, dass manchmal Straßen und Päsche sehr lange auf sich warten lassen. Wenn sie dann kommen, folgen sie oft mehrfach in einem Spiel. Zufall?

Die Frage nach Zufall, Gesetzmäßigkeit, Notwendigkeit gibt es überreich auch in der Oper.

Verdis «Macht des Schicksals» ist ein Paradebeispiel, aber in vielen weiteren Werken passieren unglaubliche, vielleicht auch unglaubwürdige Dinge. Nino Rotas 1950 fürs Radio geschriebene Kurzoper «I due timidi» ist da keine Ausnahme. Raimondo (in der Aufführung der Bayerischen Theaterakademie fein gesungen von Mose Lee) fällt ein Rollo auf den Schädel, Mariuccia (schönes, lyrisches Timbre: Rusnė Tušlaitė) fällt darob in Ohnmacht. Beide sind heimlich - schüchtern – ineinander verliebt. Er gesteht im Kreislauftaumel einer anderen seine Liebe, während sie versehentlich mit dem herbeigerufenen Arzt anbandelt. Die falschen Paare finden sich und bleiben ...

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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Jörn Florian Fuchs

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