Auftakt zum Finale

Die Opernfestspiele in Heidenheim kombinieren Puccinis «Bohème» mit Verdis «Oberto»

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Sommerfestivals für Musiktheater gibt es an vielen Orten, doch nicht überall harmonieren Kulisse und Akustik so gut wie in Heidenheim. Nicht nur die über der Stadt thronende mittelalterliche Ruine des Schlosses, die in diesem Jahr mit Puccinis «Bohème» bespielt wurde, sondern auch das gegenüberliegende, als Festspielhaus genutzte großzügige Congress Centrum bieten eine Atmosphäre, die nicht alltäglich ist.

An einem kühleren Abend etwa konnte man sich glücklich auf einen mit allem Komfort inszenierten Pariser Weihnachtsmarkt versetzen lassen (einschließlich Schlittschuhen und Zuckerwatte) – bildete das vergleichsweise opulente Bühnenbild doch die Folie, auf der Petra Luisa Meyer ein mehr leichtfertiges als leichtes Leben inszenierte, weniger in ein historisiertes Quartier Latin als in die zeitlose Realität einer jungen, mittel- wie verantwortungslosen Generation eingebettet. Der Bruch zwischen erfrischend frecher Partystimmung und dem traurigen Ende fällt so noch schärfer aus – auch darstellerisch wie stimmlich von einem jungen, hoch motivierten Ensemble überzeugend umgesetzt.

Soweit die trefflich geglückte Pflicht. Doch die weit über die Region hinaus bekannten Opernfestspiele ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 97
von Michael Kube

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57. Jahrgang, Nr 9/10
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