Apropos...Färberin: Eva Johansson

Sie begann als Pamina und feiert jetzt Triumphe als Elektra in Zürich und Brünnhilde in Wien: Seit ihrem Debüt 1982 hat Eva Johansson die ganze Karriereleiter vom lyrischen bis zum hochdramatischen Sopran durchlaufen. Nun stellt sich die Dänin der vielleicht größten Herausforderung: An Berlins Deutscher Oper debütiert sie als Färberin in Strauss’ «Frau ohne Schatten». Premiere der Neuinszenierung von Kirsten Harms ist am 27. September.

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Frau Johansson, die «Frau ohne Schatten» berührt ein Thema, das für jede Sängerin heikel ist: das Kinderkriegen. War das für Sie persönlich auch ein Thema?
Ach, zum Kinderkriegen hatte ich während meiner ganzen Karriere niemals Lust. Ich habe mich da an den Spruch meiner Kollegin Birgit Nilsson gehalten «Man kann nicht beides: Mehl im Mund haben und blasen.»


Sie haben bislang die Kaiserin gesungen und wechseln jetzt zur Färberin. Welche der beiden Figuren steht Ihnen näher?
Eindeutig die Färberin.

Die Kaiserin ist für mich eher eine Abenteuer-Figur und wie der Kaiser irgendwie alterslos, während ich in der Färberin ein bodenständiges junges Mädchen sehe, dessen Sehnsucht nach der großen Liebe ich gut nachvollziehen kann. Nur braucht sie am Ende des zweiten Aktes einfach eins auf die Nuss, damit sie kapiert, dass sie schon einen ganz tollen Mann hat.


Bedeutet der Wechsel zur Färberin, dass Sie die Kaiserin ganz aufgeben?
Man kann nur eine von beiden singen, und mit meinen 51 Jahren fühle ich mich stimmlich jetzt einfach als Färberin. Die Brünnhilden und Elektras, auf die ich mich in den letzten Jahren konzentriert habe, waren praktisch schon die Vorbereitung auf die Färberin – mit ...

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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Magazin, Seite 95
von Jörg Königsdorf

Vergriffen
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