Apropos ... Lyrik
Frau Baechle, liegen die Gedichte von Anna Achmatova auf Ihrem Nachttisch?
Natürlich habe ich jetzt einiges von ihr gelesen: das «Poem ohne Held», das zu der Zeit entstand, in der auch die Oper spielt, dazu Erinnerungen, Literatur über die Stalin-Zeit und andere Achmatova-Gedichte. In der Oper selbst kommen allerdings nur zwei Gedichte von ihr vor.
Spielt die reale Achmatova für Ihre Erarbeitung der Partie eine Rolle? Es muss doch seltsam sein, jemanden darzustellen, den man sich selbst auf YouTube anschauen kann.
Es war für mich auf der einen Seite sehr inspirierend, diese Ausschnitte zu sehen, ihre Stimme zu hören und ihr vom Leiden gezeichnetes Gesicht zu sehen. Die tiefe Sprechstimme Achmatovas war übrigens auch der Grund, weshalb der Komponist Bruno Mantovani diese Partie für dramatischen Mezzosopran konzipiert hat. Andererseits fände ich es aber falsch, eine Kopie des Originals zu versuchen. Die Achmatova, die ich singe, ist eine Opernfigur, sie hat ein eigenes Leben. Sicher, es gibt Verbindungslinien: Zum Beispiel habe ich gelesen, dass die echte Achmatova oft in ihren Schal gehüllt in einer Ecke saß. Solche Details versuche ich einzubringen, weil sie für mich starke, ...
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Film von Thomas Voigt und Wolfgang Wunderlich. Mit Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Piotr Beczala, Daniel Behle, Christa Ludwig, Edda Moser, Jürgen Kesting u. a.
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