Lohnt sich doch

Breslau/Wroclaw: Verdi: Giovanna d’Arco

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Dieser Carlo singt wahrhaft königlich. Sicher und strömend in allen Lagen, mit reizvoll verschattetem Tenor: Nikolay Dorozhkin nimmt als Dauphin, als noch ungekrönter König von Frankreich, das Publikum vom ersten Takt an für sich ein – zumindest vokal. Seine Darstellung ist weniger aufregend. Historisch war Karl VII. ein Zauderer, der tatenlos zugesehen hat, wie seiner Heldin Johanna von Orleáns der Prozess gemacht wird. So scheint ihn Dorozhkin auch anlegen zu wollen. Seine Körpersprache beschränkt sich aufs Hin- und Hergehen an der Rampe.

Aber sängerisch ist die Produktion ein Glücksfall, denn auch die beiden anderen wichtigen Partien von Verdis «Giovanna d'Arco» sind eindrucksvoll besetzt. Anna Lichorowicz bringt für die Titelpartie einen energischen Power-Sopran mit, auch wenn sie ein bisschen zu viel Ehrgeiz zeigt, bei den Spitzentönen noch eins draufzulegen. Und Mariusz Godlewski hat als Giovannas Vater einen dunkel strahlenden Bariton parat, allerdings mit gelegentlichen Unsicherheiten im Passaggio.

Dieses vokale Dreigestirn bildet das Zentrum einer Premiere, mit der die Opera Wroclawska ihre Verdi-Reihe fortsetzt – erfreulicherweise nicht nur mit einem der üblichen Renner, ...

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Opernwelt März 2011
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Udo Badelt

Vergriffen
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