Apropos... Frauen in Führungspositionen

Die gelernte Regisseurin KAREN STONE geht nach erfolgreichen Intendanzen in Graz und Dallas in gleicher Funktion ab September in ihre 12. und letzte Spielzeit am Theater Magdeburg. Ein Gespräch über Männer an runden Tischen, die spezifisch weibliche Sicht auf die Dinge und die aktuelle Debatte um Machtmissbrauch

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Frau Stone, während Ihrer gesamten Theaterlaufbahn haben Sie erlebt, dass Sie nicht nur als Führungskraft, sondern immer auch als Frau wahrgenommen wurden. Wie sind Sie damit umgegangen?
Anfangs musste ich mich schon behaupten. Als ich in Köln Operndirektorin war, haben die Herren in den Sitzungen der Deutschen Opernkonferenz kaum mit mir und Pamela Rosenberg, der einzigen anderen Frau, gesprochen. Als ich dann 2000 in Graz meine erste Intendanz übernahm, hatte ich bereits einige Opern inszeniert und ein großes Wissen über alle Abteilungen und Gewerke gesammelt.

Wenn man sich da auskennt, wird man als Frau auch ernst genommen. Und ich sage oft, nur halb im Scherz: Ich bin 1,85 Meter groß, das hat mir schon immer geholfen!

Warum ist es – Stichwort Machtmissbrauch – so schwierig, eine Intendanz gut zu besetzen?
Das deutsche Modell des Künstlerintendanten bringt manchmal Narzissten mit Führungsdefiziten hervor, die aber dann auf den Titelseiten von Opernmagazinen landen, weil ihre Inszenierungen genial sind. Solche Leute können meist sehr gut mit den jeweiligen Oberbürgermeistern reden. Die Gremien in der Politik wissen oft nicht, welche Fragen sie bei einer Neubesetzung stellen ...

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Opernwelt August 2021
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Stephan Knies

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Impressum August 2021

62. Jahrgang, Nr 8
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Best.-Nr.     752347

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