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Steffani: Orlando generoso POTSDAM | ORANGERIE | MUSIKFESTSPIELE

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Das Versepos «Orlando furioso» war ein Steinbruch für Librettisten. Einzelne Stränge aus der hochkomplexen Handlung um den (rasenden) karolingischen Ritter Roland haben Lully, Vivaldi, Hasse, Händel, Haydn vertont – und Agostino Steffani. Der italienische Komponist und Diplomat war zeitweilig am Welfenhof in Hannover angestellt und schrieb dort unter anderem den «Orlando generoso».

Bei den Musikfestspielen Potsdam war das Stück nun zu erleben.

Die Künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger wählt gern Stücke aus der vorklassischen Epoche aus, die zum Ambiente von Sanssouci passen. Und da das eigentlich angestammte Schlosstheater im Neuen Palais nach siebenjähriger Renovierung und kurzzeitiger Öffnung jetzt erneut geschlossen ist, wird im Orangerieschloss von Sanssouci gespielt. In die westliche Pflanzenhalle wurde ein Theater mit Bühne und rund 200 Sitzplätzen eingebaut.

Steffanis Version auf ein Libretto von Ortensio Mauro behält in Grundzügen die Idee bei, dass der edle Ritter Orlando wahnsinnig wird, weil sich die von ihm angebetete Angelica für einen minderen Ritter, Medoro, entscheidet. Er führt jedoch eine mysteriöse Figur ein: Atlante, ein allmächtiger Zauberer, der für ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Panorama, Seite 56
von Udo Badelt

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