Albinoni auf der Spur
Tomaso Albinoni? Kennt man natürlich. Eine Nummer des «dilettante Veneto» gehört in jede ordentliche Barock-Compilation (und sei’s das berühmte Adagio in g-Moll, das Albinoni-Biograf Remo Giazotto in den 1950er-Jahren nachkomponierte), an Aufnahmen seiner concerti a cinque herrscht kein Mangel.
Aber die Vokalmusik? Da dünnt die Diskografie dramatisch aus. Ein paar Kantaten lassen sich finden, ebenso das Intermezzo «Vespetta e Pimpinone» und, in der Neapolitanischen Schule gewidmeten Sammlungen, die eine oder andere einzelne Arie.
Viel mehr ist auf dem Plattenmarkt zur Zeit nicht zu bekommen. Dabei schrieb der Venezianer, zählt man rund 30 Pasticci mit, immerhin 81 Musiktheaterwerke. Wenn auch nicht ganz im Maß eines Alessandro Scarlatti: Albinoni war geradezu fließbandhaft produktiv. Vollständig schafften es aber nur erwähntes Intermezzo, drei serenate und drei opere serie durch die Jahrhunderte – ansonsten bleiben uns Fragmente.
Marcello Di Lisa, Gründer und Leiter der italienischen Alte-Musik-Gruppe Concerto de’ Cavalieri, hat als vierten Teil der Sony-Reihe «The Baroque Project» eine Anthologie vorgelegt, die einen Einblick in Albinonis Opernschaffen gibt – von der Sinfonia aus ...
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Opernwelt Januar 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Wiebke Roloff
Jubilare
Sie kam in Yorkshire zur Welt, erhielt ihre Gesangsausbildung in Leeds sowie an der Guildhall School of Music and Drama in London und debütierte mit der Glyndebourne Touring Opera als Despina in Mozarts «Così fan tutte». Sandra Dugdale gilt als eine der führenden britischen Koloratursopranistinnen ihrer Generation. Sie hat über 80 Rollen auf europäischen...
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57. Jahrgang, Nr 1
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war der 07.12.2015
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