... aber es gibt Hoffnung
Oper und Corona. Man könnte inzwischen genauso gut von Gott und Satan sprechen. Die Zuschauerräume sind leer. Genau das, wofür wir innigst kämpfen sollen, die Oper, geht nicht mehr. Studieren, Opernregisseur werden, eine Karriere aufbauen, den Druck des Studiums aushalten, uns im (stark strukturierten) Establishment des (stark subventionierten) Opern-Business durchsetzen, vorbei an (längst) etablierten Regisseuren, in dem Versuch, einen Intendanten oder Chefdramaturgen für ein Inszenierungskonzept zu begeistern. Überhaupt diese Möglichkeit bekommen.
Und nebenbei die Oper der Zukunft gestalten. Das ist das tägliche Brot, das uns speist.
Und jetzt Corona. Wir, die ganz am Ende der Nahrungskette stehen, sehen nun, wie das Operngeschäft international (teilweise) paralysiert ist. Für neue Inszenierungen kommen erst die (bereits erwähnten) etablierten Regisseure in Frage. Letztlich verraten all die unterschiedlichsten «Lösungen», die gerade angeboten werden, die unterschiedlichsten «Haltungen» gegenüber der aktuellen Krise. Mehr noch – sie entlarven, wie manche Opernhäuser mit der Kunstgattung Oper umgehen – und wie privilegiert wir sind, trotz Weltkrise …
Und jetzt? Einfach so ...
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Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 24
von José Cortés
Die «grauenvolle Stille», welche Florestan im finstersten Winkel des Staatsgefängnisses von Sevilla umfängt, ist so beredt wie eine Generalpause in einer Symphonie von Anton Bruckner. Die Assoziationsmaschine seines Gehirns läuft auf Hochtouren. Er denkt zurück an des Lebens Frühlingstage und antizipiert zugleich hellere Zeiten, imaginiert «sanft säuselnde Luft»,...
Er wollte eigentlich nur eine Hausaufgabe für die Sommerferien von seinem Kompositionsprofessor erbitten, doch dann überreicht Jules Massenet seinem gerade einmal 17-jährigen Lieblingsstudenten Reynaldo Hahn gleich ein veritables Opernlibretto, die Bühnenfassung eines Erfolgsromans von Pierre Loti. Drei Jahre quält sich der angehende Komponist mit der Arbeit an der...
alpha
14.03. – 21.30 Uhr
Der Goggolori – Eine Oper wird geschrieben
14.03. – 22.10 Uhr
Hiller: Der Goggolori
Die «bairische Mär mit Musik in acht Bildern und einem Epilog» auf ein Libretto von Michael Ende wurde ein Jahr nach der erfolgreichen Uraufführung 1985 am Staatstheater am Gärtnerplatz aufgezeichnet.
ML: Schick, I: Meyer-Oertel, S: Fürst, Weckert, Klepper,...
