Aufführung des Jahres
Nicht nur Verdi und Wagner haben viel von ihm gelernt. Auch bei Gounod, Bizet und Mussorgsky ist vieles ohne Giacomo Meyerbeer undenkbar. In diesem Sinn sind «Les Huguenots» ein atemberaubendes Versuchslabor, in dem vieles angelegt ist, was den Weg der Oper im späteren 19. Jahrhundert prägt. La Monnaie in Brüssel hat dem aufwändigen Stück eine glanzvolle Premiere beschert: die «Aufführung des Jahres».
Ihre Qualität bestimmte sich einerseits durch eine fast ungekürzte Fassung, durch die Meyerbeers Ästhetik erst erfahrbar wurde, andererseits durch eine Besetzung, die Meyerbeer (historisch vollkommen korrekt) von Gluck und Mozart her versteht, auch von seinen Generationsgenossen Rossini und Donizetti. Marc Minkowski war der musikalische Spiritus Rector, die Inszenierung besorgte Olivier Py.
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 14
von
Claus Ambrosius
Koblenz/Mainz
Rhein-Zeitung
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Herr Klobucar, Sie haben an der Wiener Staatsoper 1133 Vorstellungen dirigiert. Sie gelten als Rekordhalter. Hat sich die Treue rentiert?
Eigentlich nicht (lacht). Ich habe wegen Wien viele andere Sachen abgesagt. An der Metropolitan Opera hätte ich viel mehr Wagner dirigieren können. Auch «Cavalleria rusticana» – und das noch dazu in der italienischsten Oper der...
Die Oper befindet sich in Auflösung, seit über hundert Jahren, und sie erfindet sich dabei immer wieder neu. Letzteres ist beruhigend zu wissen. Wird aber bei der Moderation der Krisengespräche in den Feuilletons oft vergessen oder gar unterschlagen. Und auch das für die Nachwelt fraglos nützliche Kategorisieren, Sortieren und Hierarchisieren nach Künstleroper,...
