Zwischennutzung als Dauerlösung

Das Kraftwerk Berlin jetzt als genehmigte Veranstaltungsstätte

Im engen Regelwerk aus Bauordnungs- und Verwaltungsrecht stellen Zwischennutzungen häufig die einzige Möglichkeit dar, Veranstaltungen an außergewöhnlichen Orten wie ehemalige Industriegebäude zu organisieren. Manchmal wird aus einer mehrmaligen Zwischennutzung dieser Bauwerke schnell eine Umnutzung. Der Beitrag beschreibt den langen Weg von einer mit Ausnahmegenehmigungen gestatteten Veranstaltungspraxis hin zu einer genehmigten Versammlungsstätte.

Im Jahr 2005 musste Dimitri Hegemanns legendärer Berliner Club „Tresor“ den Keller in der Wilhelmstraße räumen.

In den neuen Räumlichkeiten eines ehemaligen Heizkraftwerks in Berlin-Mitte sollte der Club allerdings nur den geringsten Teil des beeindruckenden Baukörpers nutzen: Er befindet sich im Keller, der Krypta dieses profanen kirchengleichen Bauwerks aus den frühen 60er-Jahren. Das Kraftwerk selbst mit den drei durch große Lichtschächte verbundenen Ebenen, einer Höhe von knapp 30 Metern und der Grundfläche von 98 mal 61 Metern bietet eine ganz besondere Raumatmosphäre. Eine Atmosphäre, die einerseits einlädt zu akustischen und visuellen Experimenten, anderseits aber unter Gesichtspunkten des Brandschutzes und der ...

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BTR Ausgabe 5 2019
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 84
von Elmar Bassen, Lukas Edler und Thomas Sakschewski