Zurück zur Verhältnismäßigkeit

Im Dezember kam es im Theater in Brandenburg an der Havel zu einem schweren Wasserschaden. Parallel wurde das Kulturzentrum Rathenow geflutet. Die Löschanlagen wurden jeweils „aus nicht geklärter Ursache“ ausgelöst, ohne dass es einen Brand gab, wurde gemeldet. Geschätzt seien in Brandenburg 30.000 bis 50.000 Liter Wasser ausgetreten. Ein Kommentar

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Am 10. Dezember 2025 also Brandenburg. Kein Brand, sondern eine Flutung – mit inzwischen insgesamt geschätzt über 110 Millionen Euro Schaden. Wieder ein Theater, das nicht an dem scheitert, wovor wir uns seit Jahrzehnten mit größtem Aufwand schützen, sondern an realen, bekannten und vielfach beschriebenen Risiken (siehe auch BTR 3/2024 und https://books.dthg.de/produkt/spruehwasser-loeschanlagen-im-bereichvon-theaterbuehnen).

Der folgende Text sollte ursprünglich nicht im Zusammenhang mit einem erneuten Ereignis dieser Art stehen. Er sollte das statistische Brandrisiko in deutschen Theatern lediglich noch einmal sachlich einordnen. Die Zahlen (aus der Statistik des Bühnenvereins und den Brandgeschehen an Theatern) zeigen, wie extrem selten dokumentierte Brandereignisse tatsächlich sind – und wie stark der tatsächliche Schadensverlauf davon abweicht, wofür wir Planungszeit, Geld und Regulierungsschärfe einsetzen. Es geht darum, die gegenwärtigen Dimensionen des Brandschutzes in der MusterversammlungsstättenVO und den Bauordnungen präziser infrage zu stellen, um einen Weg zurück zur Verhältnismäßigkeit zu finden, die aktuell mit logischen Mitteln nicht zu ermöglichen scheint. Wenn ...

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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 20
von Wesko Rohde

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