Zurück zur Verhältnismäßigkeit
Am 10. Dezember 2025 also Brandenburg. Kein Brand, sondern eine Flutung – mit inzwischen insgesamt geschätzt über 110 Millionen Euro Schaden. Wieder ein Theater, das nicht an dem scheitert, wovor wir uns seit Jahrzehnten mit größtem Aufwand schützen, sondern an realen, bekannten und vielfach beschriebenen Risiken (siehe auch BTR 3/2024 und https://books.dthg.de/produkt/spruehwasser-loeschanlagen-im-bereichvon-theaterbuehnen).
Der folgende Text sollte ursprünglich nicht im Zusammenhang mit einem erneuten Ereignis dieser Art stehen. Er sollte das statistische Brandrisiko in deutschen Theatern lediglich noch einmal sachlich einordnen. Die Zahlen (aus der Statistik des Bühnenvereins und den Brandgeschehen an Theatern) zeigen, wie extrem selten dokumentierte Brandereignisse tatsächlich sind – und wie stark der tatsächliche Schadensverlauf davon abweicht, wofür wir Planungszeit, Geld und Regulierungsschärfe einsetzen. Es geht darum, die gegenwärtigen Dimensionen des Brandschutzes in der MusterversammlungsstättenVO und den Bauordnungen präziser infrage zu stellen, um einen Weg zurück zur Verhältnismäßigkeit zu finden, die aktuell mit logischen Mitteln nicht zu ermöglichen scheint. Wenn ...
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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 20
von Wesko Rohde
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In Theatersammlungen wird bekanntlich das gesammelt, was vom Theater übrig bleibt – von der ersten Skizze bis zur Kritik. Das Archiv Darstellende Kunst der Akademie der Künste verfolgt einen biografischen Ansatz der Theaterhistoriografie mit insgesamt 380 Künstler:innenarchiven und 25 thematischen Sammlungen. Davon stammen 51 Personenarchive von namhaften Bühnen-...
