Zerbrochener Zauber

Zum 80-jährigen Jubiläum wurde bei den Bregenzer Festspielen unter der neuen Intendanz von Lilli Paasikivi zum ersten Mal „La traviata“ von Giuseppe Verdi gezeigt. Insgesamt wollten dieses Jahr rund 275.000 Menschen die Musik und Atmosphäre am Bodensee genießen sowie das 28 Meter hohe skulpturale Bühnenbild, das einem zerbrochenen Spiegel nachempfunden ist

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Schlussapplaus nach „La traviata“ von Giuseppe Verdi, die diese Saison von 22. Juli bis zum 23. August zum ersten Mal auf der Seebühne in Bregenz gezeigt wurde: Im warmen weißen Licht verbeugen sich die Darstellenden in glitzernden Kostümen aus edlen Stoffen, Pailletten, Perlen und Pfauenfedern in vielfältigen Farbschattierungen. Rund 300 handgefertigte Stoffblumen scheinen aus dem Bodensee herauszusprießen. Der Regenbogen aus Roben und Blüten verdoppelt sich durch die Reflexionen im Wasser.

Auch auf dem 700 Quadratmeter großen Bühnenbild, das wie ein in spitze Splitter zerberstender Spiegel wirkt, bricht sich das Licht. Einzig eine aggressiv wirkende, schwarz glänzende Kugel aus Kunststoff mit sechs Metern Durchmesser am rechten hinteren Rand der Bühne stört die poetische Stimmung in sanftem Pastell. Das „Melodramma“ in drei Akten, das 1853 am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt wurde, gehört zu den meistgespielten Opern der Welt und besticht durch große Arien, ergreifende Chorszenen und eine universell verständliche Geschichte nach dem Roman „La Dame aux camélias“ und der gleichnamigen Schauspieladaption von Alexandre Dumas dem Jüngeren. Die neue Intendantin Lilli Paasikivi hat dafür Regisseur Damiano Michieletto gewonnen, der als zugänglicher Erzähler gilt und sich durch visuell starke, atmosphärische Inszenierungen auszeichnet. Rund 200.000 Besucher werden alljährlich zu den Bregenzer Festspielen erwartet; viele von ihnen sind primär keine Opernkenner, sondern erleben diese Kunstform hier zum ersten Mal. Viele der weit über den Bodensee aufragenden Bühnenbilder haben einen ikonischen Wiedererkennungswert erlangt.

Technische Innovationen für spektakuläre Bilder
Zum 80-jährigen Jubiläum gab es hierzu eine Open-Air-Ausstellung in den Bregenzer Seeanlagen, bei der auf Plakatfotowänden die Geschichte des Festivals mit den eindrucksvollen Ausstattungen von 1946 bis heute lebendig wurde: Nach dem Zweiten Weltkrieg improvisierte man mit zwe Schotterschiffen, eines für die Bühne und eines für das Orchester. Maria Wanda Milliori gestaltete für die Vorstellungen von „Bastien und Bastienne“ von Wolfgang Amadeus Mozart einen mit Glühbirnen besetzten Schmuckbogen. Brauereien und Gasthäuser aus der Region liehen Bänke und Fässer für die Sitzreihen von über 8000 Besuchern. In der Folge wurden neueste technische Innovationen stets interessiert aufgegriffen. Seit 1965 wurde die Tonübertragung bis heute immer mehr perfektioniert (siehe Seite 22). Mit dem Bau des Festspielhauses, das im Juli 1980 feierlich eröffnet wurde, ergaben sich auch für das Spiel auf dem See neue Möglichkeiten für die Beleuchtung. Fünf Jahre später wurde das erste Mischpult für computergesteuertes Richtungshören installiert. Maschinenbau, Steuerungstechnik und Digitalisierung verschoben mehr und mehr die Grenzen des Machbaren.

Das bereits etablierte Richtungshören wurde mit dem Tonsystem BOA um eine akustische Raumsimulation erweitert. Im Jahr 2017 wurde in Georges Bizets „Carmen“ erstmals Video-Mapping auf überdimensionalen Spielkarten zwischen zwei weit über den See ragenden Händen eingesetzt (BTR 5/2017). Vor zwei Jahren wurde für den „Freischütz“ von Carl Maria von Weber (BTR 5/2024) zwischen Bühne und Zuschauertribüne ein 1400 Quadratmeter großes Wasserbecken installiert, das Michieletto nun für seine Inszenierung übernahm und modifizierte, einschließlich der Idee eines Wasserballetts. Dafür verlegte er die Handlung vom 19. Jahrhundert in die 1920er-Jahre. Als Referenz hatte er den Roman „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald vor Augen. Zusammen mit dem Bühnenbildner Paolo Fantin gestaltete er den nur 28 Zentimeter tiefen, mit Seewasser gefüllten Infinity-Pool zur dekadenten Location für rauschende Partys und überraschende Showeinlagen zwischen drei hochspritzenden Wasserfontänen. Das Wasser wird aus Hygienegründen aus dem See hochgepumpt, gefiltert und zweimal täglich ausgetauscht. Auch bevor es in den See zurückkehrt, wird es noch einmal gereinigt. Eine Vertiefung mit Schiebevorrichtung misst 1,2 Meter und dient dazu, größere Requisiten, beispielsweise eine rote, mit goldfarbenen Sternen verzierte Zauberkiste mit doppeltem Boden, im Becken verschwinden zu lassen.

Das Ende eines Traums
Glanz und Glitzer scheinen so die Szenerie im ersten Akt zu bestimmen, denn die Pariser Kurtisane Violetta Valéry (Erstbesetzung Marjukka Tepponen), gibt in ihrem Haus ein rauschendes Fest. Mit Wasserreifen, Luftmatratzen und künstlichen Seifenblasengebilden planscht die aufgedonnerte Halbwelt im Wasser. Doch die ungezwungene Stimmung ist nur aufgesetzt, wie die Melodien, gespielt von den Wiener Philharmonikern, verraten: Im Gegensatz zu den Holzbläsern mit ihren beziehungsreichen Tanzrhythmen, die Leichtigkeit und Lebenslust verströmen, klingen bereits im Vorspiel zum ersten Akt die Geigen herb, verzweifelt und schmerzvoll. Violetta steht in einem goldenen Kleid allein auf der Bühne. Bereits jetzt lassen Musik und Regie das Publikum wissen, dass sie sterben wird. Im Spiegel erkennt Violetta ihr Schicksal, sieht ihr Leben an sich vorbeiziehen. Wie in Zeitlupe soll auch das Bühnenbild den Moment einfangen, kurz bevor er ganz zerbricht. Keine leichte Aufgabe für den Technischen Direktor Wolfgang Urstadt und sein Team, denn: Ein echter, riesiger Spiegel birgt erhebliche Sicherheitsrisiken und hätte zudem das Scheinwerferlicht reflektiert, wodurch sowohl die Darsteller:innen als auch die Zuschauer:innen geblendet worden wären. Ab Ende August 2025 bis zum Probenstart Anfang Juni 2026 schufen die Werkstätten zusammen mit 36 externen Unternehmen das monumentale Bühnenbild aus Dreischichtplatten (Fichten- und Tannenholz), gestützt von einer Stahlkonstruktion. Die 86 unterschiedlich großen Splitter wurden in Form gesägt und mit einem netzartigem Kunststoffgewebe beklebt. Dafür wurde vom Ausstattungsteam eine spezielle Maschine entwickelt, die wie auf einer industriellen Produktionsstraße das Gewebe auf den mit Klebstoff besprühten Rahmen presst. Um den Effekt von gebrochenem Glas noch zu steigern, wurden Silberstreifen angebracht und ihre sichtbaren Kanten mit grün lackierten Stegplatten verkleidet. Die kleinste Scherbe ist 40 mal 20 Zentimeter groß, die wuchtigste misst 12 Meter in der Länge und 2,50 Meter in der Breite. Das Gesamtgewicht von Holz- und Stahlelementen beträgt 195 Tonnen. Mehr als die Hälfte der Splitter lassen sich hydraulisch bewegen. Das Zerbrechen erfolgt in Form einer simulierten Implosion in fahrbare zwölf Teile. Der Bühnenboden wurde kaschiert und mit Farbe bemalt, der Sand untergemischt wurde – eine Folie wäre für die Darstellenden zu rutschig.

Feste und temporäre Hydraulikanlagen
Im Kellergeschoss der Bregenzer Seebühne befinden sich zwei Hydraulikanlagen mit Kühlsystem. Die größere Anlage fasst 1600 Liter biologisch abbaubares Hydrauliköl und ist bestückt mit zwei Hydraulikpumpen mit je 90 kW Leistung. Maximaler Betriebsdruck sind 160 bar. Die kleinere Anlage fasst 1200 Liter biologisch abbaubares Hydrauliköl und ist bestückt mit zwei Hydraulikpumpen mit je 75 kW Leistung. Maximaler Betriebsdruck sind auch 160 bar. Beide Systeme verfügen über ein Kühlsystem mit zwei Kreisen. Im primären Kühlregister ist Glykol für die Kühlung eingefüllt. Sollte das Glykol bei der Kühlung zu warm werden, schaltet sich über einen Temperatursensor automatisch eine Kühlung mittels Bodenseewasser dazu. Dieses Wasser läuft im zweiten Kühlregister und kühlt das Glykol für den ersten Kreislauf. Die Anlage ist so aufgebaut, dass das Kühlwasser nie mit Hydrauliköl in Berührung kommt.

Um das Zerbrechen des Spiegels in „La traviata“ zu zeigen, lassen sich unterschiedlich große Splitter nach hinten wegklappen“, erläutert Stefan Frischke, von der Abteilung Steuerungstechnik. „Die sogenannte Implosion ist mit 24 Hydraulikzylindern sternförmig aufgebaut. Links daneben gibt es noch einen kleineren Spiegelsplitter mit einem Hydraulikzylinder für Einzelauftritte. Die Öffnungsbewegung wird mit einem SPS-Programm gesteuert, wobei sehr viele Zusammenhänge berücksichtig werden mussten. Denn bei einer falschen Reihenfolge der Bewegungen könnten Anlagenschäden und Zerstörung von Dekorationselementen auftreten.“ Diese insgesamt 25 Hydraulikzylinder werden mit einem Aggregat 2 x 90 kW betrieben. Daneben gibt es noch zwei weitere hydraulische Bewegungen im Bühnenbild. Ganz rechts am unteren Ende des großen Spiegels klappt das größte Fragment mittels eines Hydraulikzylinders und einer Gegengewichtswippe nach vorne aus. Das Bauteil „Flap Bregenz“ dient in dieser Szene als Balkon für mehrere Darsteller. Das letzte hydraulische Bauteil ist der sogenannte Ring. Dafür klappt eine runde Konstruktion mit 8 Meter Durchmesser als Stahlund Aluminiumbauwerk aus dem Fußboden und stellt sich hochkant dem Zuschauerraum gegenüber auf. Diese Bewegung wird auch von einem Hydraulikzylinder bewerkstelligt. Die beim Herausklappen des Rings entstehende Lücke wird als Absturzsicherung durch sieben sogenannte Ringbrücken geschlossen, die mittels Hydraulikzylindern nach oben gedrückt werden. Die Bauteile „Flap Bregenz“, Ring und Ringbrücken werden hydraulisch von einem 2 x 75-kW-Aggregat versorgt.

Ein Spiel der Kontraste
Exzess und Eskapismus der Halbwelt auf der einen, Einsamkeit und Emotionen auf der anderen Seite. Beides scheint die Protagonistin schier zu zerreißen: Als Prostituierte muss sie mit Charme und Schönheit gefallen und im Licht der Aufmerksamkeit stehen, gleichzeitig fristet sie im Alltag ein Schattendasein als gesellschaftlich Geächtete. Ihr Name Violetta ist wohlgewählt: Er deutet auf das zarte Veilchen hin, doch steckt in dem Wort auch der Hinweis auf „violence“, die Gewalttätigkeit gegen jene Fragilität. Der Kurtisane wird der junge Alfredo Germontm (Erstbesetzung Julien Behr), vorgestellt, der sich während ihrer Krankheit täglich nach ihr erkundigt habe. Baron Duphol (Kevin Greenlaw oder Michael C. Havlicek), der aktuelle Gönner, reagiert mit eifersüchtigem Spott. Plötzlich erleidet sie wieder einen Schwindsuchtanfall und sondert sich von der Gesellschaft ab. Alfredo nutzt den Augenblick, um ihr seine Liebe zu gestehen. Tatsächlich werden die beiden im zweiten Akt ein Paar. Violetta hat ihren Schmuck für den gemeinsamen Lebensunterhalt verkauft. Als der naive junge Mann dies erfährt, reagiert er beschämt und versucht in der Hauptstadt, Geld zu beschaffen. Währenddessen erscheint sein Vater (Erstbesetzung Audun Iversen) und fleht Violetta an, von seinem Sohn zu lassen, damit der gute Ruf seiner jungfräulichen, verlobten Tochter nicht gefährdet werde. Violetta opfert ihr Glück dem der Schwester Alfredos und schreibt ihm einen Abschiedsbrief, in dem sie ankündigt, in ihr altes Leben zurückkehren zu wollen. Da ein gemeinsames Ausleben der Liebe zwischen Alfredo und Violetta letztlich unerreichbar bleibt, ist immer eine Distanz zwischen den beiden spürbar. Michieletto platziert das Paar stets konsequent in großer räumlicher Entfernung, wofür sowohl kleinere Inseln im Pool als auch größere, 90 Grad aufklappbare Splitter der Spiegelwand genutzt werden. 

Wieder treffen Violetta und Alfredo bei einem dekadenten Spektakel aufeinander: Varietée-artige Elemente wie Tänze und Zauberkunststücke sorgen für Abwechslung. Im Pool ist ein effektvoll leuchtender Ring mit einem Durchmesser von acht Metern integriert: Er wurde in der Mitte des Bühnenbodens eingelassen und lässt sich mithilfe eines Hydraulikzylinders senkrecht aufrichten. Darin wurde 96 LED-Scheinwerfer sowie Leitungen für Frischwasser eingebaut. Das Wasser wird über Düsen fein zerstäubt und gelb illuminiert. Tatsächlich befindet sich die Kurtisane in Begleitung des Barons Douphol, so entsteht aus einem Spiel der Doppeldeutigkeiten bald offene Rivalität. Das Orchester hält während der Szene an einem schnellen, dynamischen Tanzmotiv fest, von dem sich die Sprechstimmen der Solisten eindrucksvoll abheben. Alfredo verliert die Beherrschung, beschimpft die tief verletzte Violetta. Eine Duellforderung und Vorwürfe vom Vater folgen.

Kraftentfaltung und Zerfall
Durch die fortschreitende Tuberkulose schwindet im dritten Akt Violettas Kraft. Die ehemalige Lebedame ist verarmt und liegt im Sterben. Die Todkranke, ihr Arzt und ihre Zofe reden in einem gedämpften Sprechton. Es gibt einen schwarzen Fleck auf dem Röntgenbild, deutlicher noch auf ihrem weißen Unterkleid und schließlich massiv zerstörerisch in Form eines imposanten, scheinbar schwebenden Magic Balls aus schwarzem, strapazierfähigem Kunststoff. Das Todessymbol lässt den Spiegel mit Wucht implodieren und fährt wie bei einer Achterbahn (mit einer Halterung an einer Schiene befestigt) von der Hinterbühne hinaus bis nach unten zur Spielfläche und touchiert Violetta: Maschinenbau und Seilbahntechnik wirken hier effektvoll ineinander. Alfredo erscheint voll Zuneigung und Schmerz. Das Duett der beiden Liebenden im fast tänzerischen Dreiachteltakt täuscht ein Happy End vor. Noch einmal glaubt die Sterbende, ihre wiederkehrenden Kräfte zu spüren, wobei sich die Musik ebenso emporschwingt, doch es war ein letztes Aufbäumen vor dem Tod. Wie eine träumerische Erinnerung nimmt das Orchester das Liebesthema noch einmal auf und endet mit schmerzhaften Akkorden. Der Pool ist beim Finale voller Blüten. Dies wird durch eine Wasserhydraulik-Anlage ermöglicht. Jede einzelne Blume ist auf einem Kolben befestigt, der mit Frischwasser in einem Zylinder nach oben gedrückt wird. Nach jeder Vorstellung wird das Wasser wieder herausgepumpt, um auf diese Weise die Blüten wieder zu versenken.

Film für die Bühne
Um einen Einblick in die psychischen Befindlichkeiten von Violetta und Alfredo und ihren Sehnsüchten von einer gemeinsamen Zukunft zu ermöglichen, nutzt der Regisseur filmische Mittel: Die Impressionen, die als verfremdete Videoprojektionen auf der monumentalen Seebühnenskulptur gezeigt wurden, waren vorab an drei Tagen im Oktober 2025 im Filmstudio Vienna Sound Vienna Light gedreht worden. Um Details aus dem Leben der Protagonistin Violetta zeigen zu können, wurde eine Filmcrew zusammengestellt. Als Bindeglied zwischen den Welten Film und Oper fungierte der Light- und Videodesigner Roland Horvath. Im Studio wurden mehrere mit Requisiten versehene Sets aufgebaut, alles in gedämpftem Licht in Szene gesetzt. Die Produktionsleitung hatte die Regieassistentin Therese Hildenbrandt inne, bei der die Kommunikation zwischen den beiden Teams Kunst und Technik zusammenliefen. Violetta und Alfredo wurden statt von den Sänger:innen von Katharina Pizzera und Caner Demirbag dargestellt. Lenka Radecky, die Leiterin der Kostümabteilung, hatte Originalkostüme dabei, ebenso eine Nähmaschine für Änderungen und Reparaturen. Vor Ort waren auch die Kostümbildnerin Carla Teti, die Maskenbildnerin Bea John und die Ausstattungsleiterin Susanne Boehm. Die Aufnahmen drehte der Director of Photography, Giuseppe Torcaso, mit Steady-Cam. Während das Kamerabild in Echtzeit auf dem Computerbildschirm mit dem Bühnenbildmodell von „La traviata“ übertragen wurde, konnte das Team kontrollieren, wie das Bild als Projektion auf der Seebühne wirken würde. Für die Schlüsselszene, als Alfredo Violettas Spiegel zertrümmert, um zu verdeutlichen, wie er ihre persönliche Sphäre überschreitet und sie bewusst seelisch verletzt, wurden ein Plexiglasspiegel und ein Spiegel aus echtem Glas verwendet. Großartige Bilder bereichern die Geschichte der Bregenzer Festspiele. Sie haben einen deutlichen Wiedererkennungswert. Das diesjährige Bühnenbild auf dem See war maschinenbautechnisch und statisch herausfordernd. Auch die Rahmenbedingungen durch das Niedrigwasser und die Hitze waren so schwierig, dass die Probenzeiten verschoben werden mussten. Die Erfahrungen von Susanne Boehm und Wolfgang Urstadt zeugen von kontinuierlicher Qualität und den Willen zur Innovation. Sie und ihre Teams versuchen stets, die Inszenierungsideen so sicher und integer wie möglich umzusetzen, auch dies sollte im Jubiläumsjahr gebührend gewürdigt werden. 

Eva Maria Fischer ist freiberuflich als Dozentin, Autorin und Journalistin im Bereich Theater, Kunst und Medien tätig.

„La traviata“
Premiere am 22. Juli 2026, Seebühne Bregenz
Musikalische Leitung:
Pietro Rizzo
Inszenierung: Damiano Michieletto
Bühne: Paolo Fantin
Kostüme: Carla Teti
Choreografie: Thomas Wilhelm
Licht: Alessandro Carletti
Video: Roland Horvath
Ton: Alwin Bösch, Clemens Wannemacher
Technische Leitung: Wolfgang Urstadt


BTR Ausgabe 5 2026
Rubrik: Foyer, Seite 4
von Eva Maria Fischer

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