„Wie in einem Strudel erzählt“

Irina Schicketanz hat langjährige Erfahrungen als Bühnen- und Kostümbildnerin sowie Ausstatterin. Eine ihrer neueren Arbeiten war auf dem Festival „Radikal jung“ am Münchner Volkstheater (BTR 3/2025) im Frühjahr zu erleben. Für ihre Bühnengestaltung von „Draußen vor der Tür“ am Düsseldorfer Schauspielhaus wird die Untermaschinerie intensiv genutzt

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Irina Schicketanz arbeitet seit ihrem Diplom, das ihr im Jahr 1990 an der Meisterklasse für Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien verliehen worden ist, als freie Künstlerin, Bühnen- und Kostümbildnerin sowie Ausstatterin im Bereich Schauspiel, Musiktheater und Film.

Zurzeit ist in ihrer Geburtsstadt München am Residenztheater „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller in der Inszenierung von Nora Schlocker zu sehen: Schicketanz stellt die beiden rivalisierenden Königinnen Elisabeth und Maria auf eine steile drehbare Rampe, die die Machtverhältnisse offenlegt. Der Einsatz von Spiegeln verdeutlicht ihre Austauschbarkeit. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Adrian Figueroa, da er am Theater filmisch inspirierten Bildwelten eine große Bedeutung zumisst und beide auf Augenhöhe konzeptionell diskutieren können. Aktuell arbeiten Schicketanz und Figueroa an der Produktion „Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Im Mittelpunkt steht die wechselvolle Geschichte eines Hauses in Brandenburg. Auf der Bühne wird es zerschnitten und löst sich in seiner Architektur auf. Hubpodien werden zum Einsatz kommen. Zum ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 40
von Eva Maria Fischer

Weitere Beiträge
Personalien, Branche 4/25

Toi, toi, toi
Staatsoper, Ballett und Schauspiel Stuttgart – rund 1400 Künstler, Handwerker und Angestellte arbeiten dort. „Toi Toi Toi! Das größte Dreispartenhaus der Welt“ auf 3sat stellt sie ins Zentrum einer fünfteiligen Dokumentation. Vier junge Ensemblemitglieder – die Ballerina Rocio Aleman, der Schauspieler Elias Krischke und das Sängerpaar Esther Dierkes...

Wandeln in Landschaften aus Licht

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna hat zum Presserundgang geladen. Ich reise mit dem Zug an. Der Weg zum Museum führt vom Bahnhof durch Unnas Fußgängerzone, die von vielen Fachwerkbauten gesäumt ist und zunächst auf den Marktplatz mündet und von dort nach rechts zum Gelände der ehemaligen Lindenbrauerei weiterführt. An diesem Vormittag erreichen...

„Für alle ein Gewinn“

Die Geschichte des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT) geht bis in die Nachkriegszeit zurück. Aus einer freien Schauspielgruppe entsteht 1945 zunächst das Städtische Schauspielhaus Tübingen mit dem Schillersaal des Museums als Spielstätte, einem Mehrzweckraum, der auch als Kino genutzt wird. 1947 schließen sich die Städte Tübingen und...