Lichtgestalt und Licht gestalten

Was vor 50 Jahren in einem kleinen Studentenzimmer in Wisconsin begann, hat sich zu einer der innovativsten und außergewöhnlichsten Firmen der globalen Beleuchtungsszene etabliert. Ein Porträt zum 50. Jubiläum von ETC

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Das Jahr 1975 hatte es für die Unterhaltungsindustrie in sich: „Der Weiße Hai“ sprengte an den Kinokassen alle Rekorde, mit dem Altair 880 kam der erste brauchbare Heim-PC auf den Markt, Queen veröffentlichten mit „Bohemian Rhapsody“ das erste Video der Musikgeschichte und: In Madison, Wisconsin, tüftelten die 18 und 19 Jahre alten Brüder Fred und Bill Foster mit zwei Freunden an einer bahnbrechenden Lichtsteuerungs-Konsole – der „Mega Cue“. Es war: die Initialzündung von Electronic Theatre Controls (ETC).

„Obwohl nach heutigen Maßstäben recht primitiv, war Mega Cue Vorreiter für viele Ideen, die heute Standardfunktionen in Lichtkonsolen sind“, kommentierte Fred Foster viele Jahre später das Erstlingswerk. Zu den zukunftsweisenden Features der Mega Cue gehörten beispielsweise die Verwendung eines 8-Bit-Mikroprozessors sowie die serielle digitale Datenverbindung zwischen der Konsole und der Dimmer-Schnittstelleneinheit – viele Jahre vor DMX. Dazu bot die Konsole eine „Write by Memory“-Funktion, die eine proportionale Gruppe von Kanalpegeln über das Rad zu steuern anbot und dem heutigen „Gruppen“-Erstellen entspricht. Das enorme innovative Potenzial von Fred & Co. hat die Mega Cue ...

„Vormachtstellung im lautlosen Bereich“
Interview mit Philipp Schaeffer, General Manager von ETC Deutschland

Gunther Matejka: Philipp Schaeffer, wie autonom ist die ETC GmbH in Deutschland?
Philipp Schaeffer: Wir sind im deutschsprachigen Raum und für einige Länder Osteuropas ETC-Distributor. Das heißt, dass wir die lokalen Aspekte der jeweiligen Region im Theater- und Event-Bereich verstehen müssen, um die Bedürfnisse und Wünsche unserer Partner zufriedenstellen zu können. Das ist unsere Aufgabe – und in der Hinsicht haben wir sehr hohe Autonomie.

Wie geht man bei ETC mit Risikofaktoren wie möglichen Zöllen um? 
Wir beobachten die globale politische Lage sehr genau. Unser Vorteil ist, dass ETC weltweit aufgestellt ist und als Gesamtunternehmen Risiken gut ausgleichen kann. Grundsätzlich handeln wir nach dem Grundsatz, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst in der Hand haben und steuern können. In dem konkreten Beispiel der Zölle haben wir natürlich keinen Einfluss auf Entwicklungen auf höchster politischer Ebene, wir können aber unsere Lieferketten prüfen und anpassen.

Welche ETC-Innovation hat die deutsche Theaterlandschaft mitgeprägt? 
Da sind sicher der ...

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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 16
von Gunther Matejka

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