Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen zeigten vom 1. Mai bis zum 8. Juni 2025 die ganze Bandbreite des zeitgenössischen Zirkus und gaben damit einen Überblick über die Entwicklung eines eigenständigen Genres der darstellenden Künste

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Seit 2019 ist die Sparte „Neuer Zirkus“ fester Bestandteil des Programms der Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Im gleichen Jahr wurde der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus gegründet, der aus der 2011 in Köln gegründeten Initiative „Neuer Zirkus“ hervorgegangen ist. Durchaus können die Ruhrfestspiele unter der Intendanz von Olaf Kröck für sich beanspruchen, mit der Programmsparte „Neuer Zirkus“ einen bundesweit wichtigen Impuls für diese eigenständige Form der darstellenden Künste gesetzt zu haben.

Im Jahr 2023 wurde der Zirkus in das „Bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen. Eine rasante Entwicklung, die der mutigen Programmierung der Ruhrfestspiele Tribut zollt. Die Bandbreite und Qualität der diesjährigen Produktionen spiegelte die erfolgreiche Entwicklung der Kunstform.

Akrobatik in der Medina
Den Auftakt machte die Groupe Acrobatique de Tanger mit ihrer neuen Produktion „KA-IN“. Wie schon im Jahr 2022 mit dem Stück „FIQ“ rissen sie das Publikum der Ruhrfestspiele einhellig von den Stühlen. Noch beim Einlass ist die Bühne eingenebelt. Es erklingen Motorengeräusche, dumpfe Beats, ein Rufer erhebt sich über das Stimmengewirr. Die Soundscape versetzt die ...

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BTR Ausgabe 4 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 42
von Antje Grajetzky

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